Verkehr in Schwechat: Tägliche Strafen „helfen“

„Aktion scharf“ bei Durchfahrverbot vor den Schulen in der Ehrenbrunngasse.

Erstellt am 13. März 2019 | 05:02
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Das Durchfahrverbot vor der Volksschule wird gerne ignoriert. Jetzt kontrolliert die Polizei regelmäßig – bis sich die Situation verbessert.
Foto: Müller

Mit einer „Aktion scharf“ versucht die Polizei seit etwa vier Wochen, die Situation in der Ehrenbrunngasse in den Griff zu bekommen. In der Gasse, in der sich sowohl das Schwechater Gymnasium als auch zwei Volksschulen befinden, herrscht nämlich regelmäßig ein Verkehrschaos. Und zwar immer dann, wenn die Eltern dort ihre Kinder zur Schule bringen. Deshalb wird nun unter anderem das Durchfahrverbot in der Ehrenbrunngasse, das immer wieder ignoriert wird, rigoros kontrolliert.

„Am Anfang täglich, ab der zweiten Woche gezielt zu den Zeiten mit vermehrtem Verkehrsaufkommen“, erklärt Claus Schmidl vom Stadtpolizeikommando Schwechat. Was sich dabei eindeutig bestätigt habe, sei, dass das Problem „hausgemacht“ sei. Sprich: Die Verkehrsteilnehmer, die dort für Chaos sorgen, seien in erster Linie die Eltern der Schulkinder. „Bei jeder dieser Aktionen wird mit Organstrafmandaten oder Anzeigen gegen die unbelehrbaren Verkehrsteilnehmer vorgegangen. Die Kontrollen werden bis auf Weiteres fortgesetzt“, sagt Schmidl. Geschätzt fünf bis zehn Mal pro Tag setze es Strafen.

SP-Bürgermeisterin Karin Baier zeigt sich über die Schwerpunkt-Aktion der Polizei hocherfreut. „Ich bin extrem dankbar, dass die Zusammenarbeit so harmonisch funktioniert“, streut Baier dem Stadtpolizeikommando Rosen. Sie habe bei einer Besprechung gebeten, dass auf die Ehrenbrunngasse „besonderes Augenmerk gelegt“ werde. Dieser Bitte sei die Polizei sofort nachgekommen, ebenso wie ihrem Ersuchen um vermehrte Fußstreifen in der Stadt. Was die Situation vor den Volksschulen angeht, hofft Baier, dass die Kontrollen hier helfen. „Es gab natürlich schon erste Beschwerden, aber damit kann ich gut leben. Ich denke, auf diese Art kriegen wir die Situation dort endlich unter Kontrolle“, betont Baier.