Gymnasium Schwechat: Lehrer in U-Haft!. Verdächtiger Pädagoge - ihm wird sexuelle Belästigung Unmündiger vorgeworfen - wurde nach Einvernahme noch am Dienstag in Untersuchungshaft genommen.

Von Gerald Burggraf und Stefan Obernberger. Update am 28. November 2017 (16:03)
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Der Polizeieinsatz sorgte im Schwechater Gymnasium für gehörige Aufregung.  Foto:
Der Polizeieinsatz sorgte im Schwechater Gymnasium für gehörige Aufregung.
Burggraf

Helle Aufruhr am Montagvormittag im Gymnasium: Zehn Beamte des Landeskriminalamtes NÖ (LKA) durchsuchten die persönlichen Gegenstände eines Lehrers und stellten dessen Computer sicher. Danach nahmen sie den Pädagogen zur Befragung mit (NÖN.at hatte berichtet).

Im Zuge der Einvernahme dürften sich die Verdachtsmomente erhärtet haben. Der Mann wurde am Montagabend wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Unmündigen in Verbindung mit dem Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses in Haft genommen, bestätigte die Staatsanwaltschaft auf NÖN-Anfrage. Am Dienstag wurde die U-Haft verhängt. Der Pädagoge dürfte sich zu einigen Übergriffen geständig gezeigt haben.

"Er wurde über Antrag der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert", sagte Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. 

Gymnasiums-Direktor Heinz Lettner wollte auf Anfrage der NÖN mit Verweis auf die Amtsverschwiegenheit keine Stellungnahme abgeben. Er verwies auf den NÖ Landesschulrat. Dort bestätigte Pressesprecher Fritz Lengauer die Vorgänge in der Schule von Montagvormittag. „Der betroffene Lehrer ist suspendiert und über ihn wurde bis zur Klärung der Verdachtsmomente ein Betretungsverbot für das Schulgebäude verhängt“, so Lengauer.

Sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, werde der Landesschulrat die Kündigung aussprechen und über den Pädagogen ein lebenslanges Berufsverbot verhängen, hält der Sprecher fest.