Himberg: Leichenhaus soll abgerissen werden . Ein grausiger Fund in Himberg sorgte zuletzt für bundesweite Schlagzeilen: In einem Abbruchhaus wurde im Zuge von Aufräumarbeiten das Skelett einer 20 bis 30 Jahre alten Leiche entdeckt. Seither rätseln die Kriminalisten, warum die Leiche so lange unentdeckt bleiben konnte, zumal im gleichen Haus vor drei Jahren eine Frau erstochen wurde. Der Täter wurde mittlerweile zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

Von Otto Havelka. Update am 09. November 2018 (11:11)
Thomas Lenger, Monatsrevue

Fest steht nach Rückfrage der NÖN beim NÖ Landeskriminalamt (LKA), dass es sich bei der Leiche um eine Frau handelt. Auch wurde neben der Leiche ein passender Büstenhalter gefunden.

Ein detaillierter Befund sei aber laut LKA erst in zwei bis drei Wochen zu erwarten. Bei der Gerichtsmedizin Wien habe man um „vordringliche Untersuchung“ ersucht.

Für den Besitzer des Grundstückes ist die Affäre wenig erfreulich. Walter Wolf, Inhaber des Farben- und Lackeunternehmens Kurt Wolf & CO KG, hat das Areal vor rund zwölf Jahren vom benachbarten Logistikkonzern Dachser „für eventuelle Betriebserweiterungen“ gekauft.

Das Gelände war schon damals ein regelmäßig von Obdachlosen frequentierter Unterschlupf, weiß der zuständige SP-Gemeinderat Robert Ruzak.

Nun soll das ominöse „Leichenhaus“ dem Erdboden gleichgemacht werden. Inhaber Walter Wolf will das Gebäude abreißen lassen und auf dem Gelände einen Kundenparkplatz errichten.