Schwechat: Zeltübernachtung für bessere Asylpolitik. Aktivisten rund um Simone Riegler schliefen im Zelt, um auf prekäre Flüchtlingssituation aufmerksam zu machen.

Von Brigitte Wimmer. Update am 10. Februar 2021 (09:25)

Die solidarische Aktion „Wochenende für Moria"  fand in ganz Österreich statt. Innsbrucker AktivistInnen starteten diese Wochenend-Camps schon zu Weihnachten in Tirol. Mittlerweile schlugen weitere Protestcamps in Wien, Graz, Linz, Salzburg, St. Pölten, Klagenfurt und eben auch in Schwechat ihre Zelte auf.  Sie alle fordern Europa dazu auf:

  • Die Lager in Griechenland und Bosnien zu evakuieren.
  • Flüchtlinge in der EU aufzunehmen.
  • Und eine menschlichere Asylpolitik zu bewirken.

Schwechats Initiatorin Simone Riegler meinte: „Die Politik sieht weg – wir wollen, dass diese wachgerüttelt wird!“
Gemeinsam mit Matthias Kluger (Pfarrjugend Schwechat), Ingrid Mohr (Pastoralassistentin im Dekanat Schwechat) und Max Lang (Grünen Gemeinderat in Schwechat) verbrachte sie die Nacht von Samstag auf Sonntag bei minus zwei Grad im Zelt vor der Dreifaltigkeitskirche.

Am Samstag, 6. Februar, um 18 Uhr, kamen solidarische Schwechaterinnen und Schwechater mit Kerzen zum Platz vor die Kirche in der Wienerstraße und zündeten gemeinsam die Lichter an. Pfarrer Werner Pirkner erlaubte eine Feuerschale am Kirchengrund, Religionsprofessor Martin Krenn (BRG Schwechat) befestigte gemeinsam mit Tabita-Chorleiter Gerhard Bila Protestsprüche an einem Baldachin, der zum Schutz vor Regen diente und Andreas Leiter fotografierte das Treiben am „Campingplatz“.

Polizistinnen kontrollierten das Tragen der FFP2-Masken und den Abstand zwischen den Aktivisten und waren zufrieden damit. Per Zoom meldete sich auch ein Flüchtling aus Moria und meinte: „I am so happy to know that people in Austria think about us.“