Schwechat: „Kinderlichtblick“ fehlen die Events. „Kinderlichtblick“ muss Corona-bedingt auf Benefiz-Veranstaltungen verzichten – Spendenaktion gestartet.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 21. Februar 2021 (04:45)
Ingrid Musil vom Verein „Kinderlichtblick“.
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Mit etlichen Veranstaltungen sammelt der Verein „Mit Musik zur Menschlichkeit – Kinderlichtblick“ Spenden für schwerkranke Kinder. Doch Corona-bedingt liegt deren ehrenamtliches Engagement quasi auf Eis, die Events in Gasthäusern oder kleinen Veranstaltungssälen können schlicht nicht stattfinden.

<strong>Lenny </strong> ist 8 Jahre und wegen Gehirnblutungen noch vor der Geburt schwer behindert. Jeder Cent wird für regelmäßige Hippo- und Physiotherapien sowie weitere Heilbehelfe benötigt, die die Lebensqualität des fröh-lichen Buben verbessern.
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Doch die Pandemie hat auch direkte Auswirkungen auf die Eltern der vom Verein unterstützten Spendenkinder. „Aufgrund der Corona-Situation befinden sich diese Familien in einer noch schwierigeren Situation. Um ihre Kinder keiner Ansteckungsgefahr auszusetzen, können sie nicht arbeiten“, weiß Ingrid Musil, die unter anderem für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Doch die Therapiekosten für Lenny, Simon und Nico müssen trotzdem bezahlt werden. Die Eltern haben diese oft teuren Therapien großteils oder gar gänzlich selbst zu zahlen. „Die Familien bleiben daher noch mehr an den vielen Kosten hängen als sonst schon“, weiß Musil zu berichten.

Simon ist 12 Jahre, schwer herzkrank und lebt seit Jahren mit einem Herzschrittmacher. Er darf generell nicht zur Schule, um nicht krank zu werden. Daher erhält er private Nachhilfe. Aufgrund der Situation können beide Elternteile nicht arbeiten gehen.
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Daher hat man sich bei „Kinderlichtblick“ entschlossen, ein eigenes Spendenkonto für die Pandemiezeit einzurichten. Die darauf eingehenden Geldbeträge werden zusammengezählt und dann fair auf alle drei Familien aufgeteilt. „Alle drei Kinder sind gleich hilfsbedürftig“, unterstreicht die Vereinssprecherin.

Nico ist 13 Jahre und war kerngesund. Nach einer Impfung stellten die Ärzte eine Autoimmunkrankheit fest. In weiterer Folge erlitt er einige Gehirnblutungen und ist seither schwerst behindert. Um ihm ein möglichst gutes Leben bieten zu können, bedarf es teurer Therapien und Heilbehelfe.
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