Das „klein & fein“ meldete Konkurs an. Gastronomin Manuela Schwarz wirft nach zehn Jahren das Handtuch. Der Ort verliert damit sein einziges Gasthaus.

Von Otto Havelka. Erstellt am 15. Januar 2020 (05:10)
Das Restaurant „klein&fein“ sperrte mit Jahresanfang zu. Die Pächterin musste nach zehn Jahren Konkurs anmelden. Die Zukunft des Gasthauses samt Veranstaltungssaal ist ungewiss.
Havelka

„Schweren Herzens müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass unser Betrieb nicht mehr öffnet.“ – Mit dieser Botschaft wandte sich die Geschäftsführerin des Restaurants „klein&fein“, Manuela Schwarz, zu Silvester in einem Rundschreiben an ihre Stammgäste. Einen Tag zuvor meldete sie den Konkurs der Manuela Schwarz Gesellschaft m.b.H. an, deren Gesellschafterin und Geschäftsführerin sie ist.

Laut „Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) sind von dem Insolvenzverfahren rund 36 Gläubiger, darunter auch sieben Mitarbeiter, mit Gesamtforderungen in Höhe von knapp 508.000 Euro betroffen.

Ein Großteil der Fordernungen (rund 350.000 Euro) stammt von Schwarz selbst. „So viel Geld habe ich in den Betrieb gesteckt. Das ist jetzt futsch.“ Womit sich die restlichen Gläubiger zufriedengeben müssen, steht laut Masseverwalterin Katharina Kolland-Twaroch noch nicht fest.

Bis 5. Februar können Gläubiger noch ihre Forderungen anmelden, eine Gläubigerversammlung ist für 19. Februar angesetzt. Fix ist, dass die Manuela Schwarz Gesellschaft m.b.H. liquidiert wird. „Rückgehende Gästefrequenz, Personalprobleme, persönliche Schicksalsschläge sowie letztlich das Nichtrauchergesetz“ sind laut Schwarz die Gründe für die Schließung. Die sieben Mitarbeiter haben laut Schwarz „bereits alle einen neuen Job gefunden“.


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