Startschuss zum Kassasturz in Schwechat. Auf dem Weg zur Budgetsanierung lässt die neue rot-grüne Regierung in Schwechat eine Stadtbilanz erstellen, die einen Gesamtüberblick über die Vermögenslage bieten und alle Rechtsträger erfassen soll. Auch die bis heute fehlenden Wirtschaftlichkeitsrechnungen der Gemeindeunternehmen sollen inkludiert werden.

Erstellt am 06. Mai 2015 (14:43)
NOEN, Foto: Fussi
Bürgermeisterin Karin Baier (SP) und Vizebürgermeisterin Brigitte Krenn (Grüne) präsentierten den Medien am Mittwoch ihren Weg »vom Kassasturz zur Stadtbilanz«.
Geplant sei, diese Berechnung als Planungsinstrument künftig zweimal pro Jahr - bei der Erstellung des Haushaltsvoranschlags und beim Rechnungsabschluss - vorzunehmen, sagte Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ) am Mittwoch auf einer Pressekonferenz im Schwechater Rathaus. Es gehe für ein begleitendes Controlling der Finanzgebarung um eine nachvollziehbare Darstellung der gesamten Einnahmen-Ausgabensituation sowohl im Bereich der Stadt als auch bei den ausgelagerten Gesellschaften.

Vizebürgermeisterin Brigitte Krenn (Grüne) erklärte zum Startschuss des Kassasturzes, es müsse vor allem ausgabenseitig gespart werden, wobei das Multiversum den größten Brocken darstelle. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, bis Herbst eine Lösung zu finden, wie die Stadt aus den alljährlichen Millionenzuschüssen für dieses Projekt herauskommt."

Die finanziellen Turbulenzen des Veranstaltungszentrums hatten die Stadt-SPÖ seit längerem in Bedrängnis gebracht. Bürgermeister Hannes Fazekas war im Herbst 2013 zurückgetreten, sein Nachfolger Gerhard Frauenberger nahm nach der Schlappe bei der Gemeinderatswahl im Jänner 2015 den Hut. In der Folge schlossen SPÖ und Grüne ein Arbeitsübereinkommen.

Mehr zum Thema Stadtbilanz lesen Sie kommende Woche in ihrer Printausgabe der Schwechater NÖN.