Flugsicherung könnte am Airport landen. Austro Control muss bis Jahresende aus Zentrale in Wien-Erdberg hinaus. Wo man am Ende landet, steht noch nicht fest.

Erstellt am 30. Mai 2015 (06:10)
NOEN, Burggraf
Die Austro Control zählt zu den pünktlichsten Flugsicherungsbehörden in Europa.

Der Hauptsitz der österreichischen Flugsicherung „Austro Control“ ist am Ende seiner Lebenszeit angekommen, berichtete Vorstand Heinz Sommerbauer laut APA im Zuge der Bilanzpressekonferenz vergangene Woche. Bis Jahresende muss die Behörde hinaus, als Übergangslösung wird man in den IZD-Tower in Wien-Donaustadt übersiedeln. Wo man am Ende landen wird, steht noch nicht fest.

Das liegt auch daran, was man mit dem Grundstück auf dem die Zentrale in Wien-Erdberg steht, macht. Dieses gehört nämlich der Austro Control. Selber bauen kommt aber nicht infrage, „das ist nicht unsere Kernkompetenz“, so Sommerbauer. Ein Verkauf der Liegenschaft ist genauso möglich wie die Vergabe eines Bauvorhabens an einen Projektentwickler oder die Vergabe des Baurechts mit Einnahme der Zinsen. Die Variante als Mieter erneut einzuziehen sagt dem Austro Control-Chef grundsätzlich zu. Er will aber nicht ausschließen direkt auf den Flughafen Wien-Schwechat übersiedeln. Bis zum Herbst soll jedenfalls einmal entschieden werden, was mit dem Grundstück passiert.

Geschäftsergebnis wurde fast verdoppelt

Im Rückblick zieht die Flugsicherung ein positives Resumee über das Jahr 2014. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag bei 27,7 Millionen Euro, 2013 waren es nur 14,9 Millionen Euro.

Austro Control erreicht zudem mit 37 Sekunden Verspätung im An- und Abflugsbereich Wien einen historischen Tiefstwert. Österreichweit lag der Wert bei drei Sekunden. Und das, obwohl die Flugbewegungen um 3,4 Prozent anstiegen.