Streit um den Standort. LOGISTIKZENTRUM / Konträre Auffassung von Spar-Gegnern und Gemeinde über Alternative in Götzendorf. Die NÖN klärt auf.

Erstellt am 23. November 2011 (00:00)

VON GERALD BURGGRAF

EBERGASSING / Der Streit zwischen der Gemeindeführung und der Bürgerinitiative „Kontra-Log-Zentrum“ (BI) rund um das geplante Logistikzentrum des Lebensmittelkonzerns Spar köchelt weiterhin vor sich hin. Aktueller Grund der Aufregung bei den Spar-Gegnern ist eine Aussage des Bürgermeisters Roman Stachelberger.

Dieser verwies bereits bei Bekanntwerden des Mega-Projekts darauf, dass sich andere Gemeinden über ein Unternehmen wie Spar, auch wenn es eine Logistikzentrale ist, freuen würden. Dabei merkte er, nach Kritik der BI an, falls es in Ebergassing zu keiner Umsetzung käme, die Firma Spar einfach nach Götzendorf weiterwandern könnte. „Auf Anfrage wurde uns aus Götzendorf berichtet, dass es nie Verhandlungen mit Spar gegeben habe“, erklärt BI-Sprecher Thomas Edelmaier. Deshalb frage man sich bei der BI, ob das der Umgang mit der Wahrheit von Bürgermeister Stachelberger sei und ob bewusste Täuschungen der Bürger um Angst zu schüren, seine Methode sei?

Bürgermeister ist von seiner  Aussage weiter überzeugt

Der heftig kritisierte Ortschef steht nach wie vor zu seiner Aussage. „Das ist eine Tatsache, die sich nicht abstreiten lässt. Wenn Spar nicht hier baut, dann könnte er nach Götzendorf gehen und das wäre für Ebergassing weit schlimmer!“, kontert Stachelberger der Attacke. Denn dann würden alle Lkw durch den Ort rollen, um zur S1 und in Folge nach Wien zu gelangen, so der Ortschef weiter.

In Götzendorf bestätigt man beide Versionen. „Es ist durchaus so, dass wir einen Betrieb wie das Logistikzentrum der Firma Spar gerne bei uns hätten, welche Gemeinde würde sich denn nicht darüber freuen?“, wirft Amtsleiter Peter Fuchsbichler diese Frage in den Raum. Richtig sei aber auch, dass es zwischen der Gemeinde Götzendorf und Spar keine Verhandlungen bezüglich einer Betriebsansiedlung gegeben habe.

Den Standort in Ebergassing hält Fuchsbichler übrigens für eine sehr gute Lösung, wie er im Gespräch mit der NÖN betonte.