Tieftauch-Rekord knapp verpasst. Der Moosbrunner Christian Redl wollte seinen eigenen Rekord im Tieftauchen ohne Atemhilfe von 61 auf 71 Meter hinunterschrauben. Kurz vor dem Auftauchen wurde er aber bewusstlos.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 14. Februar 2020 (20:40)
Der Moosbrunner Christian Redl mit seinem Mentaltrainer Thomas Tschernitschek aus Pachfurth.
Martin Mayer

Das jahrelange Warten hat sich ausgezahlt: Der Weißensee in Kärnten bot am Valentinstag die perfekten Verhältnisse. Mit sonnigem Wetter und einer 30 Zentimeter dicken Schicht glattem Spiegeleis war für Christian Redl alles angerichtet. Der Moosbrunner konnte den Versuch starten und seinen Titel "Tiefster Mensch unter Eis" noch einmal einen drauf setzen.

Dafür wollte der Extremsportler ohne Sauerstoffgerät 71 Meter in die Tiefe tauchen. Sein bisheriger Rekord liegt bei 61 Metern. Der Apnoetaucher (so wird das Tauchen ohne Sauerstoffflasche genannt) ließ sich pünktlich um 11.23 Uhr mit einem Tauchschlitten in die Tiefe ziehen. Sieben Sicherheitstaucher, Arzt Thomas Soliman, Chefkoordinator Thomas Holzmann und Mentaltrainer Thomas Tschernitschek sorgten für den reibungslosen Ablauf. 

Zu schnell an die Oberfläche zurück

Nach knapp eineinhalb Minuten war Redl am Ziel. Danach ging es bei einer Wassertemperatur von nur zwei Grad mit reiner Muskelkraft wieder nach oben. Dabei ging es der Moosbrunner jedoch zu schnell an, knapp unter der Wasseroberfläche wurde er bewusstlos - der Rekord war damit dahin. Insgesamt war Redl rund zweieinhalb Minuten unter Wasser.

Christian Redl unmittelbar vor dem Start seines Rekordversuchs. Im Bild sieht man den Tauchschlitten, mit es in die Tiefe ging.
Yachtdiver.at

Auch wenn er seinen Rekord nicht brechen konnte, war der Versuch des Extremsportlers dennoch nicht umsonst, wie er in einer Aussendung mitteilt. "Ich möchte mit dieser Aktion auf die Probleme der Ozeane hinweisen und werde mich auch in Zukunft als Sprecher im Rahmen des Projekts „7Oceans“ weiterhin einsetzen", betont er.