"Toscana"-Öffnung als kurzes Intermezzo. Corona bedingt bewegte Zeiten in der Gastronomie von Maria Lanzendorf. Das eine Lokal öffnet, das andere schließt nach zwei Tagen schon wieder.

Von Peter Gerber Plech. Erstellt am 03. Juni 2020 (11:33)
Kurz geöffnet, jetzt wieder zu: das Kulturhaus "Toscana".
Peter Gerber Plech

Bewegung in der Gastro-Szene von Maria Lanzendorf. Aber nicht, weil ein neues Lokal auf den Markt innerhalb der Gemeinde drängen würde, sondern weil sich die Coronakrise auf die Möglichkeiten des Speisens außer Haus noch immer stark auswirkt. 

In der NÖN kündigte Gastronom Christian Ziegler kürzlich an, dass er das Kulturhaus Toscana "so rasch wie möglich" wieder öffnen wolle.
Überraschend erfolgte dann dieser Schritt bereits am Pfingstsonntag (30. Mai). Noch überraschender allerdings war, dass bereits am 2. Juni wieder Schluss war und die Gäste erneut vor verschlossenen Türen standen. Das angebrachte Info-Schild legt den Grund dar: "Liebe Gäste, aufgrund der derzeitigen schwierigen Situation bei der Einreise bzw. Ausreise unserer Mitarbeiter bleibt der Betrieb geschlossen". 

Diese mögliche Schwierigkeit erwähnte Christian Ziegler gegenüber der NÖN bereits vor einigen Tagen, dennoch wollte er einen Versuch starten, sein Lokal in Maria Lanzendorf den Gästen wieder zugänglich zu machen. Mit wenig Erfolg, da trotz Inseraten kein passendes Küchenpersonal hat gefunden werden können und der aktuelle Koch nach der Reise in die Heimat vorerst nicht zurück nach Österreich kommen kann. Ziegler, der in Laxenburg die Restaurants "Flieger&Flieger", "Café Meierei Franzensburg" und den Gastronomie-Betrieb im Waldbad Laxenburg betreibt, sagte vor rund 10 Tagen gegenüber der NÖN, dass er beim Hochfahren der Betriebe nach der Coronakrise die Priorität auf die Gaststätten in Laxenburg legen müsse. 

„Maria Lanzendorfer Hof“ wieder geöffnet

Anders präsentiert sich die Situation im zweiten Gasthaus des Ortes. Der „Maria Lanzendorfer Hof“ hat seit dem 2. Juni wieder zu den bereits vor der Coronakrise aktuellen Zeiten und Tagen geöffnet. Wirtin Karin Reischl ist glücklich darüber, dass sie die Gäste wieder im Lokal bewirten darf. „Während der Zeit, in der wir das Essen als Take-away-Service angeboten haben, war die Solidarität der Gäste schlicht großartig. Aber alle sind nun froh, dass wir wieder als Gasthaus funktionieren können“, sagt die Gastronomin auf Anfrage der NÖN.  

Hat seit dem 2. Juni wieder geöffnet: der Maria Lanzendorfer Hof.
Peter Gerber Plech