S1: Kilometerlanger Stau nach Lkw-Brand. Mitten im Tunnel Rannersdorf ging heute Montagfrüh gegen 4.20 Uhr ein Lkw in Flammen auf. Das Fahrzeug brannte völlig aus, die zwei Fahrer wurden leicht verletzt. Der Tunnel war für zweieinhalb Stunden gesperrt - umfangreicher Stau in alle Richtungen ist die Folge.

Von Gerald Burggraf und APA Red. Update am 29. April 2019 (17:04)

Ab Fischamend ging am Montag um 8 Uhr Früh auf der A4 nahezu gar nichts mehr. Die Fahrzeugkolonne schleppte sich nach der frühmorgendlichen Sperre des S1-Tunnels Rannersdorf nur zäh in Richtung Wien. Laut Ö3 betrug der Zeitverlust rund eine Stunde. Umfangreichen Stau gab es auch in Schwechat selbst. 

Grund für die Sperre in beiden Fahrtrichtungen des Tunnels war ein Lkw-Brand gegen 4.20 Uhr. Laut ÖAMTC wurden dabei zwei Lkw-Fahrer leicht verletzt. Die Rannersdorfer Feuerwehr rückte mit ihren Kollegen aus Schwechat umgehend aus. Das Schwerfahrzeug stand beim Eintreffen der Kameraden bereits in Vollbrand. 

Tunnel nach Brand schwer beschädigt

Die Löscharbeiten dauerten rund zwei Stunden bis circa 6.30 Uhr, danach konnte "Brand aus" gegeben werden. Um diese Zeit wurde auch die Sperre in Richtung Schwechat aufgehoben.

In Fahrtrichtung Vösendorf blieb die S 1 weiterhin bis mittags total gesperrt. Die Bergung des völlig ausgebrannten Lkw konnte erst am frühen Nachmittag abgeschlossen werden. Derzeit laufen die Reinigungsarbeiten der Fahrbahn im Tunnel.

Parallel dazu prüfen ASFINAG- und externe Experten den Beton der Tunneldecke im Umkreis des Brandherds, um eingrenzen zu können, wie weit die Baustruktur beschädigt ist und saniert werden muss. Auch die Fahrbahn ist beschädigt und muss teilweise erneuert werden, so wie die gesamte Sicherheitstechnik, die durch den Brand auf einer Länge von 600 Metern zerstört wurde.

Das endgültige Ergebnis der entstandenen Schäden und notwendigen Sanierungsmaßnahmen sowie der eventuell damit verbundenen weiteren Sperre des Tunnel Rannersdorf, wird von der ASFINAG für morgen Dienstag, 30. April nachmittags erwartet.

Bis auf weiteres bliebt daher der Tunnel Rannersdorf auf der S 1 in Fahrtrichtung Vösendorf für den Verkehr gesperrt. Die großräumige Umleitung führt über die A 4 Ost Autobahn und die A 23 Südosttangente. Örtlich kann der Tunnel für Pkw zwischen den S 1 Anschlussstellen Schwechat Süd und Rannersdorf umfahren werden.

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Der ÖAMTC meldete einen kilometerlangen Stau auf der Südautobahn (A2) rückreichend bis Traiskirchen (Bezirk Baden):