FP-Zistler erregt mit Posting die Gemüter

Aktualisiert am 26. Juli 2017 | 09:33
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Wolfgang Zistler steht für provokante Aussagen, vor allem auf Facebook.
Foto: Burggraf
Blauer Bezirksparteichef Wolfgang Zistler übt erneut mit deftigen Worten Kritik am Flüchtlingsaufkommen.
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Wolfgang Zistler hält mit seiner Meinung nicht hinterm Berg – vor allem auf sozialen Netzwerken im Internet, wie Facebook. Das sorgte in der Vergangenheit schon mehrere Male für Irritationen. Die Politgegner forderten nicht nur einmal den Rücktritt des Gemeinderates und Bezirksparteiobmanns der FPÖ, Zistler und die Freiheitlichen winkten stets ab.

Nun ließ sich der blaue Funktionär erneut zu einem umstrittenen Posting hinreißen. Er teilte auf Facebook vergangene Woche einen Bericht der „Kronen Zeitung“, in dem vermeldet wird: „Südtirol meldet doppelten Zustrom von Flüchtlingen.“ Gemeint war ein Anstieg von Asylwerbern, vor allem aus Afrika.

Zistler kommentierte das wie folgt: „Jetzt kommen noch die maximalpigmentierten Kulturbereicherer aus Afrika zu, die von den NGOs und Schleppern per Wassertaxi herangekarrt werden. Unsere Frauen wird man bald im Keller schützen müssen, wenn die Grenzen nicht schnellstens geschlossen werden.“ Die Anti-Strache-Seite „Blutgruppe HC Negativ“ griff das Posting auf und wunderte sich über die „spezielle Wortwahl“.

"Man kann ja nicht jeden als Vergewaltiger bezeichnen"

Der FP-Mandatar rechtfertigt auf Anfrage sein Posting: „Es war schon 2015 zu viel. Noch einmal so viele Menschen würde Österreich nicht verkraften.“ Zudem sei es so, dass NGOs Schleppern helfen würden, Flüchtlinge nach Europa zu holen. Etwas entschärft hat Zistler seine Stellungnahme im Internet aber doch, er entfernte den Teil mit den im Keller zu schützenden Frauen. „Das war mir dann selbst zu allgemein und hat mir nicht gefallen. Man kann ja nicht jeden als Vergewaltiger bezeichnen und in einen Topf werfen“, betont er.

Im Büro der Bürgermeisterin ist man dennoch „not amused“. „Wir, seitens des SPÖ-Klubs, werden diese wiederkehrenden Ausbrüche der verbalen Art bei der nächsten Gemeinderatssitzung (im Herbst, Anm.) thematisieren“, erklärt SP-Stadtchefin Karin Baier gegenüber der NÖN.

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