Untreue-Verdacht gegen Ex-Minister Darabos. Als "letztklassig" hat der ehemalige SPÖ-Sportminister Darabos am Freitag die von den Grünen erhobenen Untreue-Vorwürfen im Zusammenhang mit der Errichtung der Schwechater Mehrzweckhalle "Multiversum" und der Vergabe von Sportfördermittel bezeichnet.

Erstellt am 10. Januar 2014 (15:48)

Das damals unter ihm stehende Ministerium habe die Förderungen "absolut transparent" und "zu hundert Prozent gesetzeskonform" vergeben. Die Vorwürfe des grünen Abgeordneten Brosz seien demnach inhaltlich falsch, so Darabos in einer Aussendung. Brosz selbst sei zudem stets ein Befürworter des Projekts gewesen und habe sich für die Aufstockung der Fördermittel eingesetzt.

"Kriminalisieren" politischer Mitbewerber
Der ehemalige Sportminister kritisierte zudem die "Verhaiderung" der Grünen, deren Politik sich immer mehr auf ein "permanentes Kriminalisieren" der politischen Mitbewerber reduziere, so Darabos.

In der Anzeige an die Korruptionsstaatsanwaltschaft ging es um einen abgeschlossenen Fördervertrag aus dem Jahr 2010 zwischen dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport unter dem damaligen Minister Darabos und der Veranstaltungshalle Schwechat BetriebsGmbH, die später zur Multiversum Schwechat BetriebsGmbH wurde. Damals wurde die Errichtung der Werner Schlager Academy (WSA) mit einer Förderung in Höhe von 2,8 Millionen Euro beziffert. Zwei Jahre später erfolgte eine Aufstockung um weitere fünf Millionen Euro. Zudem wurde der Fördergegenstand auf das Multiversum abgeändert.