Ein Kilometer Umweg für mehr Sicherheit. Ein geplanter Kreisverkehr dürfte in Velm in den kommenden Monaten für Diskussionsstoff sorgen.

Von Otto Havelka. Erstellt am 31. Januar 2018 (03:34)
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Hier soll ein neuer Kreisverkehr mit Abzweigungen nach Himberg, Velm, Moosbrunn und Gramatneusiedl entstehen. 

Am letzten Dienstag lud die Gemeinde rund ein Dutzend Anrainer an der Landesstraße 2005 ein, um mit ihnen Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung zu besprechen.

Hintergrund der Gemeindeaktivitäten ist ein neues Verkehrskonzept des Landes NÖ, das de facto alle Velmer betrifft und vermutlich noch für gehörig Diskussionsstoff sorgen wird.

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Hier ist Schluss: Die direkte Zufahrt von Velm zur L 150 soll gesperrt werden. Über eine Zufahrt von der L 150 nach Velm wird noch diskutiert.

Im Herbst dieses Jahres soll an der Einmündung der L 161 zwischen Gramatneusiedl und Himberg in die L 150 von Moosbrunn nach Himberg ein neuer Kreisverkehr eröffnet werden. Dort mündet auch die L 2005 aus Richtung Velm ein. Im Gegenzug soll allerdings die Landesstraße 2074 zur Gemeindestraße und gleichzeitig für die Durchfahrt zur L 150 Richtung Himberg gesperrt werden.

Die Argumentation für die Sperre ist schlüssig: Zu Stoßzeiten morgens und abends wartet man mitunter eine Viertelstunde, um eine Lücke im Verkehrsstrom von Gramatneusiedl nach Himberg zu finden und von der L 2074 auf die L 150 einbiegen zu können. Zudem haben sich hier in den vergangenen Jahren einige schwere Unfälle ereignet.

Gemeinde Himberg
Vorläufiger Plan des neuen Kreisverkehrs.

Für die Velmer bedeutet dies allerdings, dass sie künftig über den neuen Kreisverkehr nach Himberg fahren und damit einen Umweg von gut einem Kilometer in Kauf nehmen müssen.

Die Gemeinde will zu diesem Thema in den nächsten Wochen zu einer Bürgerversammlung laden.

Von der geplanten Umleitung über den neuen Kreisverkehr sind aber vor allem Anrainer der L 2005 zwischen Velm und Kreisverkehr betroffen. Dort wird sich das Verkehrsaufkommen zumindest verdoppeln.

Nun versucht die Gemeinde, mit den Anrainern Lösungen zu finden. Inseln sollen als Straßenteiler vor der Ortseinfahrt für eine Temporeduktion sorgen. Auch die Errichtung von Lärmschutzwänden wird geprüft.

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