Lafarge-Zementwerk: Mehr Lkw unterwegs. Das Lafarge-Zementwerk verzeichnet einen Verkehrsanstieg von 0,8 Prozent. An einer Reduktion wird gearbeitet.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 14. Dezember 2019 (05:39)
Das Lafarge-Zementwerk präsentierte mit dem Dialogforum die Ergebnisse der Verkehrszählung: Martin Veitsberger, Roland Mayer, Martina Wagner, Johannes Daul, Herbert Windisch, Bernhard Köck und Karl Hofstetter.
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Um 0,8 Prozent wächst der vom Lafarge-Zementwerk verursachte Verkehr pro Jahr. Das ergab die Verkehrszählung, die Ende Juni durchgeführt und deren Ergebnisse nun präsentiert wurden. An insgesamt vier Knotenpunkten in der Stadtgemeinde wurden acht Stunden lang die vorbeikommenden Fahrzeuge gezählt.

Einer dieser Knotenpunkte war die Zufahrt zum Lafarge-Werk. Zur Mittagsspitze zwischen 10.30 und 13 Uhr waren hier beispielsweise insgesamt 360 Pkw-ähnliche Einheiten unterwegs; ein Lkw wird als zwei Pkw-Einheiten verzeichnet. 135 dieser Pkw-Einheiten konnten dem Lafarge-Werk zugeordnet werden.

Für dieses Jahr verzeichnet das Lafarge-Zementwerk im Durchschnitt 240 Lkw-Einfahrten täglich. 2009 waren es noch 225 Einfahrten am Tag. Das mit dem Dialogforum vereinbarte Ziel, den Lkw-Verkehr zu begrenzen, konnte somit nicht erreicht werden. „Unsere Bemühungen, so viel wie möglich auf Schienen zu verlagern, waren nicht fruchtbar“, schlussfolgert Johannes Daul von Lafarge.

„Es ist ein schwerer Rucksack, den wir tragen"

Herbert Windisch vom Dialogforum übt hier jedoch Kritik: „Die Wahl der Ersatzbrennstoffe muss in Hinblick auf die Transportmöglichkeiten erfolgen.“ Vonseiten der Lafarge will man jedoch dran bleiben. So werden laut Bernhard Köck von der Lafarge derzeit Forschungsvorhaben getestet, Näheres dazu soll es beim Jahresbericht 2020 geben.

Der werksbezogene Verkehr ist zwar um 0,8 Prozent gestiegen. Der Verkehrsanstieg in der Region ist jedoch vergleichsweise größer. So sind hier jährlich 2,5 Prozent mehr Pkw und 4,5 Prozent mehr Lkw unterwegs. „Es ist ein schwerer Rucksack, den wir tragen, aber der allgemeine Verkehranstieg ist größer als unserer“, sagt Daul.