Gemeindeamt Leopoldsdorf wird digitalisiert. Der Gemeinderat hat die Einführung des Elektronischen Akts beschlossen. Die Kosten belaufen sich auf rund 41.000 Euro.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 18. Mai 2020 (05:10)
Laut ÖVP-Ortschef Fritz Blasnek soll die Digitalisierung vorangetrieben werden.
NOEN, WK

Viereinhalb Stunden hat die erste digitale Gemeinderatssitzung in der Marktgemeinde gedauert. Insgesamt 36 Tagesordnungspunkte gab es abzuhandeln – unter anderem die Einführung des Elektronischen Akts (ELAK). „Wir wollen die Digitalisierung im Amt vorantreiben“, erklärt Bürgermeister Fritz Blasnek (ÖVP). So soll Papier gespart werden, Suchfunktionen können genutzt werden und Gemeindebürger können Ansuchen online stellen. 

Dafür ist eine umfassende Umstellung notwendig. So wird der Gemeindeserver auf das Data Center der Gemdat NÖ ausgelagert. Zudem müssen 14 zusätzliche PC-Bildschirme angeschafft werden, da jeder Gemeindemitarbeiter künftig zwei Bildschirme zur Bearbeitung braucht. Weiters müssen auch Akten eingescannt werden und die Mitarbeiter müssen eine Schulung im Ausmaß von 100 Stunden absolvieren. 

Die Einführung des Elektronischen Akts kostet in einem ersten Schritt rund 27.000 Euro. Für die Anschaffung der Bildschirme fallen weitere 6.600 Euro an. Die Auslagerung des Gemeindeservers beläuft sich auf einmalig 7.200 Euro, danach fallen jährlich Kosten in Höhe von 8.300 Euro an. Die jährlichen Wartungskosten für den Elektronischen Akt belaufen sich auf 2.000 Euro.

Ein erster Schritt, Papier zu sparen, wurde ebenfalls in dieser Gemeinderatssitzung gemacht. Es wurde beschlossen, die Einladungen zu Gemeinderats-, Vorstands- und auch Ausschusssitzungen künftig elektronisch an die Mitglieder zu versenden. „Bisher haben wir das per Rsb-Brief gemacht, jetzt machen wir das digital“, hält Blasnek fest.