Bezirk Bruck: Schüler und Eltern froh über Lockerung. Vor allem die künftigen Maturanten sehen Vorteile. Elternvertreterin hält „Schritt in die Normalität“ für gut.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 10. Dezember 2020 (04:33)
Symbolbild
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Nach drei Wochen „Distance Learning“ nahmen Schüler der Pflichtschulen sowie der Maturaklassen am Montag wieder an ihren angestammten Sesseln Platz. Für Sebastian Waldek, Schulsprecher im Gymnasium Schwechat, ein richtiger Schritt. Selbst wenn nun auch in den Klassen die Maske getragen werden muss. „Das hat im Frühjahr auch schon gut funktioniert“, erinnert er sich.

Besonders positiv beurteilt Waldek die Rückkehr der Maturanten, zu denen er selbst zählt. „Es fehlen die Leistungsprüfungen, ich selbst hatte heuer erst zwei Schularbeiten“, hofft er auf Normalität. Allerdings dürften gerade die Achtklässler im zweiten Semester nicht überfordert werden, die Maturavorbereitung ist schon anspruchsvoll genug.

Generell erkennt er im Regelunterricht an den Schulen eine bessere Struktur und auch eine geringere Hemmschwelle bei Fragen. „Im Distance Learning ist die Hemmung bei Verständnisfragen größer“, weiß Waldek.

Als positiv empfindet auch Julia Mikulecky die Rückkehr in die Schulen und das Ende des schulischen Lockdowns. Die Fischamenderin ist Obfrau des Elternvereins in der Volksschule. „Viele Eltern sind am Limit, vor allem wenn sie Homeoffice hatten“, weiß sie. Dass die Schule wieder beginnt, sei für diese extrem wichtig – und für die Kinder sowieso. „Jeder Schritt in die Normalität ist ein guter Schritt“, meint Mikulecky. Das Jahr 2020 sieht sie generell als eine Herausforderung für alle Altersstufen. „Es trifft alle, egal in welcher Weise, dass die Sozialkontakte extrem eingeschränkt sind. Soziales Miteinander ist notwendig“, erklärt sie.

Die Obfrau des Elternvereins der Mittelschule Himberg, Susanne Matzek, ist von der „Lockerung“ hingegen wenig begeistert. „Es soll gelüftet werden, es ist kalt, die Kinder sollen mit Maske und Jacke in der Klasse sitzen – das ist für alle Beteiligten schwer zu handhaben.“ Sie hätte „nichts dagegen gehabt“, wenn die Schule bis Weihnachten geschlossen geblieben wäre. Von den mehr als 160 Schülern in der Himberger Mittelschule kamen gerade einmal fünf bis sechs zur Betreuung während des Lockdowns in die Schule. Und bekanntlich werde in der Woche vor Weihnachten in der Schule „nicht mehr allzu viel gemacht“, weiß Matzek als dreifache Mutter und Tagesmutter.

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