Hochwasserschutz wird weiter gebaut. Vorbereitungen für zweiten Teil des 2. Bauabschnittes. Massive Belastungen für Bevölkerung durch Schwerverkehr. Fertigstellung November 2015 geplant.

Von Andreas Fussi. Erstellt am 17. Oktober 2014 (07:00)
NOEN, Fussi
Besprechung auf der Gemeinde: Peter Jandl (Werner Consult), Johannes Hofböck (Abteilung Wasserbau Amt der NÖ Landesregierung), Volker Loidolt (Werner Consult), Günter Diketmüller (NÖ Landesregierung), Vizebürgermeisterin Ulrike Holzer, Bürgermeister Gerhard Schwarzmann.

Während der erste Teil vom 2. Bauabschnitt beim Hochwasserschutzprojekt fast abgeschlossen ist, stehen die Arbeiten zum zweiten Teil vor der Türe. Und damit kommt es bald zu vermehrten Schwerverkehr in der Stöcklstraße, der Otto Lenzenhofer-Straße, dem Auweg und dem Gärtnerweg.

Im Rahmen eines Infoabends wurde betroffenen Anrainern das Projekt vorgestellt. Dabei ersuchte der Bürgermeister die Anrainer schon jetzt um Verständnis für die Belastungen. Projektleiter Volker Loidolt von Werner Consult und Vertreter der Gruppe Wasserbau vom Amt der NÖ Landesregierung erklärten die kommenden Schritte. Das Interesse war groß. Von den rund 75 eingeladenen Grundstücksbesitzern erschienen rund 50 in der Aula der Volksschule.

Wichtige Infos auch für Feuerwehr & Co.

Auch die Blaulichtorganisationen waren eingeladen, um über die Arbeiten und die Zufahrt zur Baustelle informiert zu sein. So wird im Auweg über den Schwechat Werkbach eine behelfsmäßige Brücke von Lanzendorf kommend errichtet werden, über die der Schwerverkehr zur Baustelle geführt wird.

Der gesamte Hochwasserschutz für Zwölfaxing ist in Summe ein Acht-Millionen-Euro-Projekt. Der Bau wird zwar großteils von Land und Bund finanziert, aber dennoch muss auch die Gemeine einen Teil beisteuern. 150.000 Euro waren es für Teil 1, für den kommenden sind 215.000 Euro fällig. Der danach folgende 3. Bauabschnitt bis zur Schwechater Stadtgrenze wird für Zwölfaxing weitere 675.000 Euro ausmachen. Die Planung sieht eine Fertigstellung bis 2021 vor, abhängig von der Subvention des Bundes. „Für uns ist es das größte Bauvorhaben im Ort seit langem“, weiß Bürgermeister Schwarzmann.

Der nun beginnende 2. Teil des zweiten Abschnittes soll Mitte November starten und ein Jahr lang dauern. Zwischen März und Juni darf im Gewässerbett nicht gearbeitet werden wegen der Laich- und Brutzeit der Fische.

Ersatzparkflächen für Anrainer vorgesehen

Da durch die Zufahrt zur Baustelle über den Auweg einige Parkplätze von Anrainern zum Opfer fallen, hat sich Bürgermeister Schwarzmann an Tierarzt Erich Metzl gewandt. Dieser erklärt sich bereit, vor seinem Haus und bei einem Grundstück beim Gärtnerweg insgesamt rund 7 Parkplätze für Pkw zur Verfügung zu stellen. Schwarzmann bedankte sich bei ihm für dieses Entgegenkommen.

In den kommenden zwei Wochen finden die Begehungen statt. Die Bauvergabe an die Firma „HB Bau“ soll diese Woche über die Bühne gehen. 276 Bohrpfähle sollen bis Weihnachten auf der rechten Uferseite errichtet werden, weitere 45 auf der anderen Seite.


Zum Thema

  • Die Siedlungsgebiete Zwölfaxings werden in Zukunft durch die geplanten Maßnahmen bis zum Auftreten eines Hochwassers HQ100 geschützt. Das ist ein Hochwasserereignis, das einmal in 100 Jahren auftritt.

  • Das Gerinne der Schwechat wird über eine Strecke von 1,7 km auf einen Abfluss, das bei einem derartigen Hochwasser auftritt, ausgebaut. Die Schutzmaßnahmen erfolgen durch Hochwasserschutzmauern bzw. -dämme.

  • Die Gestaltung der Gewässersohle und der Uferbereiche erfolgt nach den Grundsätzen des naturnahen Wasserbaus. Durch die Maßnahmen wird nicht nur ein Hochwasserschutz erzielt, sondern auch eine Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit der Schwechat erreicht.