Erstellt am 28. Februar 2017, 02:53

Freinberger und Raffetseder daheim nicht zu schlagen. Die Lokalmatadore Julia Freinberger und Thomas Raffetseder durften vor hunderten Zuschauern über Siege in ihren österreichischen K1-Titelkämpfen jubeln.

„Meine Erwartungen wurden übertroffen“, strahlte Organisator Christian Pfannhauser am Tag nach der Amstettner Volksbank Fight Night. An die tausend Besucher waren am Samstag nach Greinsfurth geströmt, um 13 hochkarätige Kämpfe (K1, Boxen und Thaiboxen) mitverfolgen zu können.

Und sie bekamen Kampfsport auf hohem Niveau präsentiert. Neben einem EM-Kampf, den der Serbe Bojan Gajic für sich entschied, standen vor allem die österreichischen K1-Titelkämpfe der Lokalmatadore des KSC Energy Fitness Amstetten im Mittelpunkt. Von den angekündigten drei Amstettner Kämpfern konnten aber nur zwei ins Geschehen eingreifen.

Freinberger gewann in höherer Gewichtsklasse

Paul Huber musste schweren Herzens passen. Nach einer eitrigen Angina mit über 39 Grad Fieber war er noch nicht fit genug. „Er hat bis Montag Antibiotika genommen. Da kann ich ihn nicht kämpfen lassen, auch wenn er das unbedingt wollte“, erklärte Pfannhauser das Fehlen einer seiner Schützlinge. Mit den beiden anderen durfte Pfannhauser aber über den Titelgewinn jubeln.

Wie schon im Vorjahr musste sich Julia Freinberger wenige Tage vor der Fight Night auf eine neue Gegnerin einstellen. Die ursprüngliche Kontrahentin Nadine Baar fiel krankheitsbedingt aus, die Salzburgerin Sabine Bauer sprang kurzfristig ein. Das Problem an der Sache: Sie ist sechs Kilogramm schwerer als Freinberger und kämpft eigentlich in einer anderen Gewichtsklasse.

Zwei Lokalmatadore und zwei ÖM-Titel

So wurde der Titelkampf nicht wie geplant in der Klasse bis 60 Kilogramm, sondern bis 65 Kilo ausgetragen. „Ich habe gewusst, dass es vom Gewicht her schwierig werden wird. Technisch und taktisch habe ich sie nicht gekannt“, so Freinberger über die schwierige Ausgangsposition. Diese meisterte sie aber hervorragend und setzte sich mit 2:1 Punkten durch. „Sie hat das umgesetzt, was wir im letzten halben Jahr trainiert haben“, freute sich Christian Pfannhauser mit seiner Athletin.

Und auch im zweiten ÖM-Titelkampf mit Amstettner Beteiligung hatte der Coach nichts zu beanstanden. Im Gegenteil. Thomas Raffetseder war der klar Bessere und feierte gegen Matthias Reichl einen souveränen 3:0-Sieg. Diese Überlegenheit überraschte Pfannhauser dann doch ein wenig. „Er ist sonst oft mental sehr gestresst. Diesmal habe ich ihm gesagt, er soll wie beim Sparring im Training kämpfen. Da ist er immer super gut. Das hat ihm den Druck genommen“, erklärte Pfannhauser. Eine Taktik, die bestens funktionierte. „Er hat super gekämpft und gezeigt, was er kann“, war Pfannhauser begeistert.