Zum zweiten Mal am obersten Podest. Wolfgang Mangold und Victoria Schenk feierten in Blindenmarkt ihren jeweils zweiten Sieg. Dürauer auf Platz drei.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 18. August 2014 (11:10)
NOEN, Ingrid Vogl
Siegerlächeln. Tria Team-Obmann Franz Freinberger gratulierte Victoria Schenk zu ihrem zweiten Sieg in Blindenmarkt.

Die Vorzeichen für eine spannende Neuauflage standen am vergangenen Freitag gut. Mit Nikolaus Wihlidal und Wolfgang Mangold sowie Victoria Schenk und Lena Pernold waren in Blindenmarkt sowohl bei den Herren als auch bei den Damen die beiden Schnellsten des Vorjahres am Start. Sie sorgten auch heuer für die Highlights.

Als schnellster Schwimmer kam der Kenianer Thomas Curtis als Erster in die Wechselzone. Wolfgang Mangold folgte sieben Sekunden später als Zweiter. Vorjahressieger Nikolaus Wihlidal hatte im Wasser hingegen bereits einen Rückstand von einer Minute aufgerissen. „Ich tu mir hier komischerweise immer beim Schwimmen schwer. Ich habe heuer eigentlich schon einige gute Schwimmleistungen bringen können, aber heute hat es leider wieder nicht ganz geklappt“, war Wihlidal mit seinem Schwimmsplit unzufrieden.

Ganz im Gegensatz zu Wolfgang Mangold, der beim Schwimmen nicht volles Risiko nahm, um sich ein wenig für die Radstrecke zu schonen. Die Taktik ging auf, denn Mangold wechselte – auch für ihn selbst unerwartet – als Führender auf die Laufstrecke. „Es hat mich überrascht, dass ich das Rennen am Rad alleine fahren konnte und Niko nicht spätestens auf der zweiten Runde zu mir gekommen ist“, wunderte sich der spätere Sieger über den fehlenden Zweikampf mit Nikolaus Wihlidal. Dieser absolvierte den Radsplit mit dem Waidhofner Norbert Dürauer. „Wir sind gemeinsam weggefahren und haben uns dann gegenseitig ziemlich gepusht“, schilderte der beste heimische Athlet. Viel aufzuholen war auf den Führenden jedoch trotzdem nicht. Wihlidal kam als Zweiter mit 40 Sekunden Rückstand auf Mangold in die Wechselzone, Dürauer knapp dahinter als Dritter.

Mangold über sich selbst überrascht

Auf der Laufstrecke startete der bekannt starke Läufer Nikolaus Wihlidal dann seine Aufholjagd. Die kam aber zu spät. Von seinem Vorsprung rettete Wolfgang Mangold noch 18 Sekunden ins Ziel. „Ich bin sehr, sehr zufrieden, dass ich einmal ein Rennen für mich entscheiden konnte. Für mich ist das eine Überraschung“, strahlte Mangold über seinen Sieg und darüber, dass er den erklärten Favoriten Wihlidal diesmal in die Knie zwingen konnte.

Dieser war über seine Platzierung aber nicht wirklich unglücklich. „Ich mache heuer sehr viele Rennen. Da muss man auch einmal mit einem zweiten Platz zufrieden sein und das bin ich auch. Wolfgang hat heute ganz einfach einen sehr guten Tag gehabt“, erwies sich der Vorjahressieger als fairer Verlierer.

Dürauer mit seinem Ergebnis zufrieden

Happy war auch Norbert Dürauer über Platz drei. Er hatte Thomas Curtis auf dieser Distanz eigentlich stärker eingeschätzt und nur mit dem vierten Platz spekuliert. „Ich kann mich nicht beschweren. Dritter Platz hinter Mangold und Wihlidal passt gut“, war der Waidhofner mit sich und seinem Ergebnis zufrieden.

Bei den Damen blieb eine Überraschung aus. Mit Victoria Schenk wurde die Vorjahressiegerin ihrer Favoritenrolle gerecht und gewann in souveräner Manier. Beim Schwimmen dominierte erwartungsgemäß noch die Vorjahreszweite Lena Pernold. Sie schwamm die zwölftschnellste Zeit des gesamten Starterfeldes und nahm Schenk in der ersten Disziplin mehr als eine Minute ab. Die guten Disziplinen der Titelverteidigerin kamen aber erst. Von Platz fünf aus rollte sie das Feld am Rad quasi von hinten auf. Sie überholte Konkurrentin um Konkurrentin und setzte sich bereits nach dem ersten Berg an die Spitze. „Ich habe gleich gemerkt, heute geht es gut“, fühlte sich Schenk an diesem Tag sichtlich wohl. Das schlug sich auch in der Zeit nieder. Sie war am Rad um vier Minuten schneller als Lena Pernold und um drei als die spätere Zweite Nathalie Birli.

Schenk wiederholte ihren Vorjahressieg

Auch beim Laufen war Schenk nicht zu halten und fixierte den schnellsten Split bei den Damen. „Die Laufstrecke ist perfekt. Da kann man nur schnell laufen, das geht gar nicht anders. Die kleinen Runden, die vielen Zuschauer – das ist einfach nur motivierend“, war Schenk begeistert. Sie durfte über ihren zweiten Erfolg in Blindenmarkt in Serie jubeln. Und der fiel mit mehr als vier Minuten Vorsprung ziemlich deutlich aus.