Amstetten

Erstellt am 28. Dezember 2016, 02:37

von Ingrid Vogl

Amstettner Falcons siegten in letzter Sekunde. Gegen Steyr hatten die noch ungeschlagenen Falcons gehörig zu kämpfen. Neun Sekunden vor Schluss glichen sie aus, kurz vor der Schlusssirene fixierten sie den Sieg.

Treffsicher. Georg Rülling steuerte elf Punkte zum Sieg der Falcons bei.  |  Vogl

Das Dutzend ist voll. Den zwölften Sieg in Serie mussten sich die Amstetten Falcons aber schwerer erarbeiten als ihnen lieb war, denn in Steyr entwickelte sich das bislang spannendste Spiel der Saison.

Die Oberösterreicher hatten schon in der letzten Saison bewiesen, dass sie die Falcons schlagen können. Zudem kam heuer ein bundesligaerfahrener Litauer hinzu, der den Amstettnern schon im Heimspiel einige Probleme bereitet hatte. Bei der Partie am Mittwoch mussten die Falcons dann auch noch mit Jasmin Marevac auf einen ihrer Leistungsträger verzichten, der krankheitsbedingt fehlte. Somit war alles angerichtet für eine ausgeglichene Partie.

Ohne Marevac von Beginn an im Rückstand

Die Hausherren starteten stark und treffsicher. Auch gegen die solide Falcons-Verteidigung fanden sie Wege, um zu scoren. Anders die Amstettner, die sich nur durch zahlreiche Offensiv-Rebounds von Sebastian Glantschnig und starke Drives von Georg Rülling in der Partie halten konnten. Mit einem 34:35-Rückstand ging es in die Halbzeitpause.

Obwohl Coach Rene Bremböck in seiner Ansprache versuchte, mehr aus seinem Team herauszuholen, begann das dritte Viertel wieder mit Vorteilen für die Steyrer. Viele unnötige Ballverluste und eine erschreckend schwache Wurfquote vom Dreier gaben den Gastgebern immer wieder die Chance, ihre knappe Führung auszubauen.

Spannung pur in den letzten Sekunden

Mit dem höchsten Rückstand der Saison, nämlich 47:54, gingen die Amstettner in die letzten zehn Spielminuten. Zunächst ging die Partie noch hin und her, ehe der Tabellenführer aus dem Mostviertel seine Aufholjagd startete. Samuel Gruber erkämpfte sich in dieser Phase mehrfach den Ball und war wesentlich daran beteiligt, dass die favorisierten Amstettner neun Sekunden vor Schluss ausglichen. Den Schlusspunkt setzte mit Georg Rülling der Spieler der Partie. Er war mit 26 Punkten Topscorer der Amstettner und fixierte kurz vor der Schlusssirene mit einer Einzelaktion den 70:68-Sieg der Falcons. „Ein spannendes Spiel für die Zuschauer. Dem Trainerteam kostete es aber so einige Nerven“, zog Coach Rene Bremböck nach dem zwölften Sieg in Serie mit einiger Erleichterung Bilanz.