Pfeffer/Friedl sind „bestes Team im Land“. Die 20-jährige Aschbacherin Eva Pfeffer hat nach der ersten Profisaison mit ihrer neuen Spielpartnerin Franziska Friedl ein hochgestecktes Ziel vor Augen.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 17. September 2019 (02:32)
Volle Ränge spornten an: Franziska Friedl (rechts) und Eva Pfeffer bei den Staatsmeisterschaften amAttersee.Beachtour.at
Austrian-Beachtour.at

Von den Niederlanden über Schweden bis nach China und wieder retour in Richtung Wien. Die Aschbacherin Eva Pfeffer tourte bei ihrer ersten Profisaison auf der Beachvolleyball-Worldtour durch die ganze Welt. „Das ist zeitlich eng bemessen. Aber wenn man will, dann funktioniert alles“, bekräftigt die Studentin der Sportwissenschaft auf Lehramt.

Am Anfang der Saison kam es zum Partnerwechsel. Franziska Friedl und Eva Pfeffer fuhren gemeinsam auf die Tour. Bei den Stationen in den Niederlanden und Schweden sowie beim Ein-Stern-Turnier in Vietnam sammelte das Duo erste Erfahrungen. Besser gesagt: Eva Pfeffer erlebte erstmals das Leben auf der World-Tour. Franziska Friedl hatte schon im Jahr zuvor erste internationale Erfahrung gesammelt: „Da brauchten wir noch Zeit, um uns perfekt abzustimmen.“

Doch von Woche zu Woche und von Turnier zu Turnier steigerte sich das Duo. Während der Asientour gelang den beiden in Nantong und Najing die nächste Runde in der Qualifikation. Den Hauptbewerb verpassten Friedl/Pfeffer nur knapp. Bei der Austrian Beach Tour verbesserte sich das Zusammenspiel und es folgten drei Top-Fünf-Plätze in Wolfurt, Innsbruck und St. Johann in Tirol. Der größte Erfolg in der ersten Profisaison stand aus.

Goldmedaille bei der Studenten-EM

Trotz brütend heißer Temperaturen von 35 Grad kämpften sich Eva Pfeffer und Franziska Friedl in Slowenien ins Finale der Studenteneuropameisterschaften. Dort setzten sich die beiden Österreicherinnen gegen das Team aus Polen in zwei Sätzen klar durch. Die ersten erfolgreichen Früchte aus der frischen Bindung.

Nur fünf Tage später spielten die beiden auf dem Center-Corut beim Vienna Major auf der Donauinsel. „Früher als Kind war es immer mein Traum, einmal bei einem Grand Slam mitzuspielen,“ freut sich Pfeffer.

Für das Hauptfeld reichte es noch nicht, dennoch war es eine wichtige Erfahrung. Zum Abschluss einer starken Saison überraschten Friedl/Pfeffer bei den österreichischen Staatsmeisterschaften. Am Weg ins Halbfinale schlugen die beiden Österreichs Nummer zwei sowie Nummer drei. Am Finaltag reichte es für Rang vier.

Nun steht die Vorbereitung im Leistungsstützpunkt in Floridsdorf auf dem Programm, um das große Ziel zu erreichen. „Wir wollen das beste Team Österreichs werden“, gibt sich Pfeffer zielstrebig.