Ein Unfall als Glücksfall.

SKI ALPIN / Nach einer zufällig entdeckten Verletzung und einer Zwangspause fiebert Patrick Brachner dem Weltcup entgegen.

Erstellt am 06. Dezember 2011 (00:00)

VON DANIEL HARTL

Dass ein Sturz beim Skifahren nicht immer nur negativ sein muss, weiß Patrick Brachner seit seinem Unfall im März. Beim 19-jährigen Kematner wurde bei der folgenden MR-Untersuchung zufällig eine Knochennekrose (siehe Infobox) im linken Sprunggelenk diagnostiziert. Diese hatte nicht nur eine Operation zur Folge, sondern verdonnerte den Wahl-Aserbaidschaner zu vier Monaten Pause und der Absage des Trainingslagers in Neuseeland. Eine Pause, die er in Kauf nahm, denn ohne Zufallsbefund hätte ihm eine sehr viel längere Pause gedroht. 
Im August startete Brachner dann mit der World Racing Academy unter der Leitung von Hans Daniel Fahrner in die Vorbereitung. Der Südtiroler betreute bereits Urs Imboden. Zu den Teamkollegen im Training zählt unter anderem Patrick Thaler, der im Vorjahr in Kitzbühel im Slalom aufs Podest fuhr.

Schladming, Kitzbühel und  Zagreb als Saisonhighlights

Topleistungen hat sich auch Brachner zum Ziel gesetzt, denn der Kematner wird in dieser Saison neben den FIS-Rennen auch in drei Weltcuprennen an den Start gehen. Die Auswahl fiel dabei auf die traditionell schwierigen Slalom-Klassiker Schladming, Kitzbühel und Zagreb.

Abseits der Piste begann für Brachner ein neuer Lebensabschnitt. Im Oktober inskribierte er an der Universität Wien, um Bauingenieurwesen zu studieren. Wirklich Zeit für das Studium wird er jedoch erst ab März finden, denn zuvor gilt die Konzentration den FIS-Rennen. Ziel ist es, konstant unter die Top-10 zu fahren. Mit diesem Ziel will sich Brachner auf lange Sicht jedoch nicht zufrieden geben, denn das Nachwuchstalent hat bereits die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi ins Auge gefasst.

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