Amstettner Wölfe stehen vor neuer Aufgabe. Die Amstettner Wölfe treten in der kommenden Saison in der neu geschaffenen dritten Bundesliga an. Fünf Teams aus fünf Bundesländern kämpfen dort um den Meistertitel.

Von Andreas Fröhlich. Erstellt am 14. August 2018 (02:17)
Mutig. Das Team der Wölfe rund um Spielertrainer Matthias Schwab (rechts) stellt sich einer neuen Herausforderung.
Kovacs

Während das Eis in der Amstettner Eishalle ob der heißen Temperatur wohl längst geschmolzen wäre, hatten die Verantwortlichen des ÖEHV (Österreichischer Eishockeyverband) sowie der betroffenen Vereine die neue Ligeneinteilung auszuverhandeln.

Durchführung der Liga war bis zuletzt unsicher

Am Ende konnte man sich, dank der Zusage der Amstettner Wölfe, auf eine bundesweite dritte Liga mit insgesamt fünf Teilnehmern, was gleichzeitig die Mindestanzahl an Mannschaften darstellt, einigen. Neben den Wölfen kämpfen der Kapfenberger SV, die EC Salzburg Oilers, der EHC Liwest Linz und der WEV Lions (Wien) um den Titel.

Sicher war die Durchführung der Liga bis zuletzt nicht. Kurz vor Nennschluss machte der ATSE Graz einen Rückzieher, nachdem bereits mehrere Teams aus Tirol absagten, um in der kommenden Saison in der „Eliteliga Tirol“ zu spielen. So ermöglichte nur die Zusage der Wölfe, dass in der kommenden Spielzeit in der dritten Liga der Puck auf dem Eis dahinschlittert. Gespielt wird in einem Grunddurchgang mit 16 Spielen für jeden Verein, ehe die besten vier Teams dieses Grunddurchgangs im Play-off-System den Meistertitel unter sich ausmachen.

Starten soll das ganze „Experiment“ im Oktober, ehe im März die Meisterschafts-Play-offs über die Bühne gehen. Für die Wölfe war die Entscheidung pro dritter Liga dabei eine Entscheidung für das Ungewisse, wie Wölfe-Präsident Johann Rosenthaler erklärt: „Wir haben das intern diskutiert und auch die Mannschaft abstimmen lassen. Am Ende wollten wir uns der sportlichen Herausforderung stellen, auch wenn wir die Stärke der Gegner nur schwer einschätzen können.“ Kader und Etat des Vereins sollen in der höheren Spielklasse derweil gleich bleiben. „Wir werden ähnliche Reisekosten haben und wollen weiter mit unseren Eigenbauspielern spielen und keine Profis zu uns holen.“

Das Farmteam der Wölfe bleibt in der 1. Niederösterreichischen Landesliga. Hier werden sechs Teams an den Start gehen, wobei sich ebenfalls die ersten vier für das Meister-Playoff qualifizieren. Die letzten beiden Teams treten gegen zwei Vertreter der 2. Landesliga in einer Qualifikationsrunde an.