Ligaformat: Lösung muss unbedingt her. Das aktuelle Ligaformat hat für die ECU Amstettner Wölfe keine Zukunft. Mehrere Optionen stehen zur Debatte.

Von Andreas Fröhlich. Erstellt am 21. Februar 2017 (03:39)
NOEN, Kovacs
Geschlagen gegeben. Vor fast 300 Zusehern setzte es für die Amstettner Wölfe im zweiten Finalspiel gegen den nunmehrigen Champion Tulln erneut eine Niederlage.

Nach den verlorenen Finalspielen gegen die Tulln Hummels begann bei den Verantwortlichen der Amstettner Wölfe bereits die Zukunftsplanung. Das aktuelle Eliteliga-Format – nur vier Teams stehen in diesem Wettbewerb auf dem Eis – geriet dabei in den Fokus der Kritik.

„Nur vier Vereine in der Liga sind für uns definitiv nicht länger diskutabel. Das ist für uns einfach etwas fad“, kommentierte Johann Rosenthaler, Präsident der Wölfe, die aktuell schwierige Lage in der niederösterreichischen Eliteliga. Dabei nahm er vor allem Bezug auf den Grunddurchgang, der in der aktuellen Konstellation de facto völlig unbedeutend ist. Rosenthaler erläuterte: „Der Grunddurchgang ist sportlich eigentlich komplett unwichtig, da sich sowieso alle vier Teams für die Play-offs qualifizieren. Da können sich Teams einfach nur auf das Finale konzentrieren.“

Jede Lösung besser als die aktuelle Lage

Um die sportliche Attraktivität für sein Team zu erhöhen, sieht sich Rosenthaler aktuell nach Lösungen um. Sowohl Verband als auch Vereinsverantwortliche führen demnach aktuell Gespräche. Laut Rosenthaler seien für die kommende Spielzeit mehrere Lösungen denkbar. „Mödling kommt ziemlich sicher in die Eliteliga und auch ein Wiener Verein hat Interesse bekundet, dann wären es immerhin schon sechs Vereine.“ Auch eine Kooperation mit mehreren oberösterreichischen Vereinen stehe aktuell zur Debatte.

Rosenthaler: „Früher haben wir quasi eine Ostliga mit Wels, Gmunden und Steyr gehabt. Bei einer Kooperation wären es dann immerhin schon sechs oder sieben Teams in der Liga.“ Bei Nichtzustandekommen einer dieser Lösungen wäre jedoch auch die Flucht in die steirische Landesliga eine Möglichkeit für die Wölfe. „Dies stellt aber ein Kosten- und Reiseproblem dar. Das frühere Wegfahren wäre für alle, die arbeiten müssen, natürlich ein Problem und auch das weite Reisen im Winter ist nicht immer problemlos“, so Rosenthaler.