Die Besten der Besten als Gegner. Bei den World Games in Breslau eroberte Christian Kromoser drei Platzierungen in den Top 20.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 01. August 2017 (05:07)
Gut geschlagen. Bei den World Games in Breslau traf Christian Kromoser als einziger österreichischer Starter auf ein hochkarätiges Starterfeld, das sich aus den weltbesten Skatern zusammensetzte.
NOEN, privat

Die World Games in Breslau hatte Christian Kromoser zu seinem absoluten Saisonhighlight auserkoren. Eine perfekte und vor allem stressfreie Vorbereitung auf das Mega-Event war dem einzigen qualifizierten österreichischen Skater aber nicht vergönnt. Im Gegenteil.

Nachdem ein Schuh bei der EM in Portugal gebrochen war, sollte der reparierte Skate direkt nach Polen geliefert werden. Neu angefertigte Skates einer anderen Firma sollten noch rechtzeitig vor der Abreise in Österreich ankommen. Beides wurde zu einem Wettlauf mit der Zeit. „Am Tag der Abreise sind wir dem Paketauto nachgefahren, um an die Skates zu kommen“, berichtet Kromoser.

In Polen mussten Volunteers Kromosers Arbeitsgeräte vom Flughafen holen, weil das Paket trotz richtiger Adresse nicht in der Unterkunft des Waidhofners landete. „Das war psychisch sehr belastend“, betont der Medizinstudent, denn um sich an die Skates zu gewöhnen, blieben lediglich zwei Tage Zeit. Sehr wenig, wenn man bedenkt, dass nur die Besten der Besten als Konkurrenten warteten.

 Gesammelte Weltelite stand an der Startlinie

 Begeistert war Christian Kromoser vom Straßenkurs. „Das ist der schönste, auf dem ich je gefahren bin. Er hat viele Schwierigkeiten, aber ist trotzdem sehr schnell“, schwärmt der Mostviertler. Zufrieden war Kromoser auch mit seinen drei Einsätzen, die ihm drei Platzierungen in den Top 20 bescherten. „Es ist mir nichts Außergewöhnliches gelungen, aber ich habe drei solide Leistungen abgeliefert“, so seine Bilanz.

Die Elimination beendete Christian Kromoser auf Platz 20. Bei kühlen 16 Grad folgten tags darauf Einsätze über 500 Meter und im Punkterennen. Den Sprint sah Kromoser quasi als Aufwärmen für die Langdistanz. Platz 20 war daher zufriedenstellend. Das Punkterennen wurde dann zum Hochgeschwindigkeitsrennen, bei dem der Niederösterreicher bis zur Hälfte ausgezeichnet mithielt. Dann fiel er – auf Platz 16 liegend – aber vom Spitzenfeld ab und musste noch ein paar Skater passieren lassen. Im Endklassement schien Kromoser als 19. auf. „Ich kann mit den Leistungen gut leben“, ist der Blick des 24-Jährigen bereits auf das nächste Highlight gerichtet. Von 19.-30. August startet er bei der Universiade in Taipeh.