Haagerinnen ohne Glück bei der WM. Kombinationsbewerb wurde nicht ausgetragen. Laura Stöckler im Speedbewerb mit einzigem Finaleinzug.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 21. August 2018 (02:37)
privat
Stark unterwegs. Laura Stöckler (vorne) qualifizierte sich im Speedbewerb für das Finale.

Neun Tage lang war Moskau Austragungsort der diesjährigen Weltmeisterschaft der Jugend und Junioren. Mit dabei auch die beiden Haagerinnen Laura Stöckler und Eva Hammelmüller, die mit hohen Erwartungen zu diesem Saisonhighlight reisten.

Gleich zu Beginn der WM setzte es aber für beide einen Dämpfer, denn der internationale Kletterverband gab bekannt, dass heuer kein Kombinationsbewerb ausgetragen wird. Eine Hiobsbotschaft für Titelverteidigerin Stöckler und Teamkollegin Hammelmüller, die beide gerade in der jetzt olympischen Disziplin der Kombination sehr gute Chancen auf Top-Platzierungen gehabt hätten.

Keine Kombination in Moskau ausgetragen

Somit galt die volle Konzentration den Einzelbewerben. Beim Bouldern kletterte Eva Hammelmüller auf den achten Endrang, Laura Stöckler belegte Rang 12. Beim Speedbewerb qualifizierte sich Stöckler für das Finale, schaffte es aber nicht, an ihre Bestzeiten der letzten Monate anzuknüpfen und belegte nach einem nicht ganz fehlerlosen Lauf Rang 16. Eva Hammelmülller wurde 19.

Nun lagen alle Hoffnungen der Mostviertlerinnen auf ihrer eigentlichen Stärke, dem Vorstieg, wo beide den Einzug ins Semifinale schafften. Stöckler legte in diesem eine hervorragende Leistung hin, wurde von der Jury lange als Siebente gewertet und wäre somit auf Finalkurs gelegen. Die erreichte Höhe wurde aber letztendlich nicht gegeben, weil der gehaltene Griff von den Schiedsrichtern nicht als vollständiger Wertungsgriff gezählt wurde. Stöckler wurde deshalb auf den zehnten Platz zurückgereiht. Der Einspruch der österreichischen Nationaltrainer wurde trotz Videobeweises nicht anerkannt. Eva Hammelmüller fiel nach zwei guten Qualifikationsrunden auf den dreizehnten Platz zurück.

Nach einer schon sehr langen Wettkampfsaison gilt es für beide noch einmal Kraft zu sammeln für die Europameisterschaft im Bouldern und im Speed, die in zwei Wochen in Brüssel ausgetragen wird. Hier sind die Chancen auf Stockerlplätze – vor allem in der Kombination – hoch.