Laura Stöckler: Eine Haagerin in der Weltspitze. Bei der Junioren-WM zog die Haagerin Laura Stöckler als Führende ins Boulder-Finale ein und belegte Rang fünf.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 05. September 2017 (02:25)
Im WM-Fieber. Bei den Boulder-Bewerben landete die Haagerin Laura Stöckler auf Platz 5 und ging sogar als Führende ins Finale. Foto: Wilhelm, Liebhaber
Wilhelm, Liebhaber

Innsbruck ist für zwei Wochen der Nabel der Kletterwelt und Schauplatz der Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaft. Mit dabei im österreichischen Team sind auch die beiden Haagerinnen Eva Hammelmüller (Jugend A) und Laura Stöckler (Juniorinnen).

Beide schlugen sich beim ersten Bewerb, dem Bouldern, ganz ausgezeichnet.

„Heute alles wieder wettgemacht“

Laura Stöckler zog als 15. von 54 Starterinnen ins Halbfinale ein und lieferte dort eine Spitzenvorstellung ab. Sie toppte alle vier Boulder in nur sechs Versuchen.

Den ersten Boulder, einen schwierigen Sprung, schaffte sie sogar als einzige Halbfinalistin im ersten Versuch. Eine herausragende Leistung, die mit dem ersten Zwischenrang belohnt wurde.

„Das, was gestern in der Qualifikationsrunde nicht so gut war, habe ich heute alles wieder wettgemacht“, war Stöckler zufrieden mit ihrem Auftritt. Sie qualifizierte sich als einzige Österreicherin für das Finale.

Nur sieben Tops im Juniorinnen-Finale

Schwierige Boulder erwarteten die Finalistinnen dann in der dritten Runde binnen 36 Stunden. Dementsprechend wenige Tops gab es im Innsbrucker Dauerregen zu sehen. Stöckler konnte einen Boulder bis zum Ende klettern, bei den restlichen fehlte das nötige Quäntchen Glück, um den starken Auftritt mit Edelmetall zu krönen.

Letztendlich entschied die Anzahl der Versuche über die Podiumsplatzierungen. Stöckler beendete den Bewerb als Fünfte. „Das war wohl das anstrengendste Finale, in dem ich je geklettert bin. Leider ist es mir nicht ganz perfekt gelaufen, aber mit meinem Ergebnis kann ich zufrieden sein“, zog die Haagerin Bilanz.

Mit einem Finaleinzug konnte die zweite Haager Teilnehmerin nicht aufwarten. Für Eva Hammelmüller zeigte sich bereits in der Qualifikation, dass sie im heurigen Jahr ausgezeichnete Kletterinnen als Gegnerinnen hat. Die Amerikanerin Ashima Shiraishi gilt weltweit als Ausnahmetalent, die Italienerin Laura Rogora kletterte bereits bei den Weltcups der allgemeinen Klasse ins Finale.

Nichtsdestotrotz qualifizierte sich Hammelmüller als 13. von 94 Starterinnen für das Halbfinale. Die Enttäuschung war jedoch groß, dass sie dieses nur als 17. beendete. Trotz des verletzungsbedingten Trainingsrückstandes war eine Platzierung in den Top Ten das angepeilte Ziel der Haagerin gewesen.