Jänner-Rallye: Eis, Schnee oder trocken?. Mit 16 Sonderprüfungen, die 215 Kilometer beinhalten, wird am 5. und 6. Jänner mit 62 Teilnehmern in die Meisterschaft gestartet. Mit einem Reifenpoker ist zu rechnen.

Erstellt am 03. Januar 2018 (02:03)
Kovacs
Die Arbeiten sind voll angelaufen. Reinhard Etlinger bei der Vorbereitungsarbeit für die Montage der Lichtgalerie am Ford Fiesta R5.

Nach der Wetterprognose für diese Woche ist mit Schneefall eher nicht und, wenn überhaupt, dann nur in geringem Ausmaß zu rechnen. Nachdem sich die Temperatur nahe dem Gefrierpunkt zeigt, wird es an vereisten Streckenabschnitten nicht mangeln. Der schmale Spikereifen kommt nicht zum Einsatz, dafür aber der breite Reifen, der mit oder ohne Spikes gefahren werden wird.

„Wir gehen bei der Reifenwahl kein Risiko ein und entscheiden an Ort und Stelle, welches Material zum Einsatz kommt“, erklärt MZ-Racing-Teamchef Martin Zellhofer.

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Christoph Zellhofer hat gut lachen. Die Reifen sind nach dem Monte Spike Reglement, bei dem auf 10 Zentimetern Lauffläche nur 12 Spikes erlaubt sind, einsatzbereit.

Zwei Tage vor Weihnachten kamen Alexander Köck und Reinhard Etlinger mit dem für Gerald Rigler bestimmten Ford Fiesta R5, der den letzen Evolutionsstand aufweist, aus England in Hart an. Tanja Hinterberger „zauberte“ in kürzester Zeit das Design auf die Karosserie.

Eine Menge an zeitaufwändigen Kleinarbeiten, wie die Montage der Lichtgalerie, der Einbau einer anderen Innenbeleuchtung, der Halterung für den Feuerlöscher, das Anpassen der Sitze, diverse Abdeckungen, sind erforderlich, um den R5 rennfertig hinzubekommen.

Einige Testkilometer sind für die Abstimmung notwendig. Es wird von der Zeit her gesehen eng. Sehr eng sogar, aber der Perger zählt mit seinem Beifahrer Martin Roßgatterer zum engsten Favoritenkreis auf einen Podestplatz in der Gesamtwertung.

Ungar Kristof Klausz wird der Maßstab sein

„Schade, dass es keinen Schnee gibt. Für mich wäre es die erste Schneerallye gewesen. Ich hätte dabei gerne Erfahrung gesammelt,“ sagt Christoph Zellhofer, der sich kurzfristig entscheiden wird, mit welchem Fahrerwerk er in die Prüfungen startet. Mit dem Suzuki Swift S1600 wird für ihn in der 2-WD- Klasse der Ungar Kristof Klausz der Maßstab sein. „Kristof fährt mit dem Peugeot 208 R2 sehr schnelle Zeiten. Wenn ich an diese herankomme, sieht mein Ergebnis sehr positiv aus.“

Mit dem Duo Simon Wagner/Gerald Winter, das mit dem Mazda 323 GT-R zum Start rollt, hat das Race Rent Austria Team von Wolfgang Schmollngruber ein schnelles Duo im Bewerb, dem einiges zuzutrauen ist. Franz Irxenmayr/Claudia Dorfbauer (Mitsubishi Lancer EVO IX), Mario Traxl/Helmut Etzlsdorfer (Mitsubishi Lancer EVO V), Steven Schierlinger/Peter Medinger (Mitsubishi Lancer EVO III) sind die weiteren Teams, die betreut werden müssen.

Am 5. Jänner heißt es jedenfalls früh aus den Federn, denn die erste Sonderprüfung, Pierbach, wird um 7:56 Uhr gestartet. Liebenau - St. Oswald, St. Oswald folgen. Schönau - St. Leonhard, Gutau werden in der Folge zwei gefahren. Am Freitag stehen dann ab 8:02 Uhr die Prüfungen Bad Zell - Tragwein Aisstal, Unterweißenbach, die Arena Königswiesen-Haid jeweils zweimal auf dem Programm.