Futterknappheit sorgt für ÖM-Aus. Kein ÖM-Lauf in Seitenstetten im August. Die Futterknappheit zwingt MSC-Obmann Angerer auf der Fläche des Fahrerlagers zum Maisanbau. Ein Herbsttermin war keine Debatte.

Von Anton Kovacs. Erstellt am 17. Dezember 2019 (00:45)
Ob Angerer 2021 die ÖM wieder zurückholen kann?
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Die MSC Arena, der Schmuckkasten mit allen nur erdenklichen Vorzügen im Motocross, bleibt im nächsten Jahr für die Meisterschaft und den auner-Cup geschlossen. Die größte Motorsportveranstaltung im Bezirk muss ein Jahr aussetzen.

Begründet wird die Nichtdurchführung des ÖM-Lauf damit, dass für den vorgesehenen August-Termin die Fläche für das Fahrerlager nicht zur Verfügung steht, und es im unmittelbaren Umfeld keine Möglichkeiten gibt, die Teilnehmer unterzubringen.

Harald Angerer, der Eigentümer des landwirtschaftlichen Grundstücks: „Wir müssen, um nicht, so wie heuer, ein weiteres Jahr mit der Futterknappheit in unserem Betrieb kämpfen zu müssen, auf den vorhandenen fünf Hektar Mais, mit dem wir über den Winter unsere Tiere durchfüttern können, anbauen. Beim Grünfutter hatten wir heuer wegen der schlechten Witterung einen Ausfall von 83 Prozent. Es müssen alle einsehen, dass unser Betrieb Vorrang hat.“

Die Alternative, das Feld mit Getreide zu bestellen, das früher zu ernten wäre, kann er wegen der immer schlechter werdenden Ertragslage nichts abgewinnen.

Angerer auf die Frage, warum für die Zeit nach der Maisernte kein Veranstaltungstermin beantragt wurde: „Die Meisterschaft nach der Maisernte durchzuführen, wäre vom Termin her gesehen durchaus möglich gewesen, scheitert aber daran, dass die Helfer, von denen täglich bis zu 15 mit den Vorbereitungen und anschließend mit den Abbauarbeiten beschäftigt sind, keinen Urlaub mehr haben und daher nicht zur Verfügung stehen.“

Ein Herbsttermin wäre machbar gewesen

„Das ist eine zu billige Ausrede,“ heißt es von der Seite der Rennbefürworter, die mit der Nullnummer nicht einverstanden sind. Jahrelang seien alle Register gezogen worden, um die ÖM nach Seitenstetten zu bringen. Jetzt, wo alles unter Dach und Fach, die Arena ein Aushängeschild und die Veranstaltung bei allen Fahrern sehr beliebt sei, komme eine nicht geplante Absage.

Der erforderliche Zeitaufwand sei überschaubar und wäre machbar gewesen, kritisieren die Befürworter. Denn es sei, mit Ausnahme des Zeltes, alles griffbereit vor Ort gelagert. Über einen Herbsttermin sei außerdem nie diskutiert worden. Die jungen Fahrer hätten das Nachsehen. „Es ist nichts mehr zu ändern, es bleiben nur die Trainingsmöglichkeiten über. Wir hoffen, dass 2021 besser terminisiert wird.“

„Das Thema Meisterschaftslauf in der Arena ist abgeschlossen, die Entscheidung, die wir hinnehmen müssen, ist gefallen. Wir akzeptieren das. Jetzt sollen keine weiteren Unruhen auftauchen,“ tönt es von der Fahrerseite.