Außenseiter kratzte an Sensation. Der vierfache Cupsieger Amstetten ging als klarer Außenseiter in das Finalduell gegen Aich/Dob. Nach dem Gewinn des ersten Satzes verloren die Mostviertler 1:3.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 22. Februar 2021 (07:06)
Kovacs

„Wir müssen bei unserem Service mehr riskieren“, gab VCA-Sportdirektor Michael Henschke die Marschrichtung vor. Und im ersten Satz hatten die Gäste in der Bleiburger Halle das Momentum auf deren Seite. Die Mostviertler erspielten sich sogar vier Satzbälle. Doch der Favorit wehrte alle vier Satzbälle ab. Doch beim insgesamt sechsten Satzball für die Truppe von Michael Henschke verwertete Topangreifer Eduardo Romay zum 27:25 für Amstetten.

Favorit kam schwer in die Partie

Auch der zweite Durchgang verlief ausgeglichen. Die Amstettner lieferten in der heimischen Halle von Aich/Dob einen wackeren Kampf. Beide Mannschaften konnten sich nur einen geringen Vorsprung erspielen. Am Ende hatten die Kärntner zwei Satzbälle. Doch dieses Mal wehrten die Gäste die Satzbälle ab. Doch beim Stand von 25:24 behielt der Favorit die Nerven und glich mit 26:24 in Sätzen aus. Auch im dritten Satz boten die Amstettner Paroli gegen den „Goliath“. Doch beim „David“ aus Niederösterreich schlichen sich vermehrt Servicefehler ein und Aich/Dob zog davon. Mit 25:18 gingen die Heimischen erstmals im Finale in Front.

Aich/Dob machte kurzen Prozess

Erst im vierten Durchgang fand der Favorit in die Partie. Bei Amstetten wollte nur mehr wenig zusammenlaufen. Mit 25:18 sicherte sich Aich/Dob ihren ersten Cup-Titel. Für Michael Henschke kein Beinbruch: „Wir wussten, dass Aich/Dob der große Favorit war. Wir wollten den Fernsehzuschauern ein gutes Spiel abliefen und das haben wir in den ersten Sätzen gemacht.“ Auch Aich/Dob-Sportdirektor Martin Micheu streute Amstetten Rosen: „Sie haben es sehr gut gemacht. Großer Respekt an Amstetten. Wir hatten in den ersten Sätzen aber Chaos-Volleyball gespielt.“

SK ZDARUGA AICH /DOB 3:1 (25:27, 26:24, 25:18)

Aich/Dob: Drobnic, Miseikis, Kühl, Formela, Podlesny, Steiner, Pusnik, Ferreira, Landfahrer, Hruska, Alcantara, Krassnig, Kitzinger, Grabmüller. Trainer: Hafner.

Amstetten: Romay, Blazsovics, Zaller, Kreiner, Ichovski, Steidl, Kreuziger, Schober, Winter, Tselios, Spring, Riegler, Morgunov, Ochaya. Trainer: Henschke.