Schwierige Lage bei Bundesligist. Die Coronakrise belastet das Budget des VCA Amstetten. Zwei Legionäre gestrandet.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 24. März 2020 (00:45)
Schwierige Situation. Der VCA Amstetten hofft, in der neuen Saison weiterhin auf Punktejagd zu gehen.
Anton Kovacs

Auch vor dem Volleyball machte der Coronavirus nicht Halt. Viele Spiele wären für den VCA in der diesjährigen Saison nicht mehr angestanden. Denn nach dem Aus im Play-off ging es nur mehr gegen Sokol Wien. Dennoch fanden sich nach dem frühzeitigen Abbruch der Volley League Men zahlreiche Probleme auf der Agenda des viermaligen Cupsiegers.

„Unsere erste Aufgabe war es, unsere Legionäre sicher zu ihren Familien nach Hause zu bringen. Das wurde durch die Beschränkung der Reisefreiheit allerdings massiv erschwert“, erklärt VCA-Sportdirektor Michael Henschke. Dabei buchte der Verein neue Flüge für seine Spieler. Geplant wären die Reisen für Mitte Mai gewesen. „Bis auf zwei Spieler ist das auch gut gelungen. Wir haben für sie zwar auch mehrere Flüge gebucht, doch die Restriktionen ließen derzeit keine Ausreise zu“, berichtet Henschke. Den zwei in Österreich verbliebenen Legionären greift der VCA tatkräftig unter die Arme. „Wir hätten uns nichts mehr gewünscht, als dass sie gesund und wohlbehalten zu ihren Familien nach Hause reisen können“, sagt Obfrau Sabrina Kreuziger.

Zukunft des Klubs ist ungewiss

Doch nicht nur am Spielersektor tauchten Probleme auf. Durch die Streichung der Finalspiele der Frauen-Volleyballliga sowie der nun ebenfalls gecancelten Ausrichtung des NÖ Cupfinales und zweier Nachwuchsmeisterschaften fehlen wichtige Einnahmequellen. „Gespräche mit unseren Sponsoren, die natürlich auch die Krise meistern müssen, stehen noch an“, erklärt Henschke. Auch die Verhandlungen mit Spielern sind im Moment ausgesetzt. Auf jeden Fall steht das Budget für die kommende Saison auf wackeligen Beinen. „Wichtig ist aber, dass wir alle gesund bleiben. Wir werden alles daran setzen, dass der Volleyball in Amstetten nicht ausstirbt“, gibt sich Henschke kämpferisch.