VCA Amstetten in Ried: Nichts für schwache Nerven. Ried gegen Amstetten artete wieder in einen Fünf-Satz-Krimi aus. Das bessere Ende hatten abermals die Niederösterreicher, die damit im Meister-Play-off in Führung gingen.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 26. Februar 2021 (07:53)
Maurer

Wie schon im Halbfinale im Cup gestaltete sich auch dieses Mal die Partie zwischen Ried und dem VCA Amstetten im Meister-Play-off als wahrer Krimi.

Die Heimischen aus Oberösterreich gingen gegen den Cup-Finalisten mit voller Motivation zu Werk. Das Resultat: Die Rieder erspielten sich mit einem 25:20 die 1:0-Satzführung. Doch das ließen die Amstettner nicht auf sich sitzen. Eindrucksvoll schlugen die Gäste aus dem Mostviertel zurück. Mit einem 25:17 glich der VCA aus.

Viele Wechsel in Satz drei

Im dritten Durchgang wechselte Sportdirektor und Trainer Michael Henschke seine komplette Ersatzbank ein. Doch auch die Wechselspieler konnten die 2:1-Führung der Rieder nicht verhindern. Der vierten Satz begann ideal für den VCA.

Durch eine Serviceserie von Peter Blázsovics führten die Amstettner 3:0. Die komfortable Führung hielt auch an, doch dann übernahmen die Rieder wieder das Kommando. Vor allem Rutecki startete mit starken Aufschlägen die Aufholjagd und die Oberösterreicher übernahmen auch die Satzführung. Nun war die Partie wieder ausgeglichen.

Nervenstärke gefragt

Die Gäste erspielten sich zwar wieder eine 17:13-Führung, doch vier Angriffsfehler von Eduardo Romay brachte Ried wieder ins Spiel. Das Nervenkostüm der VCA-Cracks war danach gefragt. Am Ende sorgte Maximilian Schober für die Entscheidung. Beim Stand von 23:22 für den VCA zum Service ins Spiel gekommen, donnerte er den ersten Satzball im vierten Durchgang per starkem Aufschlag auf die Linie. Das Ass bedeutete gleichzeitig den Gang in den Entscheidungssatz. Und da zeigte die Henschke-Truppe erneut deren Nervenstärke.

Zwar machten die Rieder den ersten Punkt, aber gegen Mitte des Durchganges erspielten sich die Gäste eine Drei-Punkte-Führung. Doch die Oberösterreicher drehten noch einmal den Satz und gingen 10:9 in Front. Aufgeben gehört aber nicht ins Vokabular der Amstettner und daher holte sich der VCA noch den Sieg. Gleich den ersten Matchball verwertete ausgerechnet Amstetten-Kapitän Fabian Kriener, der in der Vorsaison noch in Ried agierte.

SG UVC WEBERZEILE RIED/INNKREIS – VCA AMSTETTEN NÖ 2:3 (25:20, 17:25, 25:16, 22:25, 13:15)

Ried: Szydlowski, Etlinger, Rutecki, Konrad, Stooß, Breit, Hackl, Hobern, Fritz, Schlegel, Gutsjahr, Holzner, Berger.

Amstetten: Blàzsovics, Zaller, Ichovski, Romay, Kreiner, Ochaya, Steidl, Spring, Schober, Tselios, Kreuziger, Morgunov, Winter.