Erstellt am 21. Mai 2012, 00:00

Abschied von Olympia. MOUNTAINBIKE / Sein Körper machte dem Hernsteiner Christoph Soukup einen Strich durch die Rechnung. London ist passé.

VON WOLFGANG WALLNER

Drei Starts bei Olympischen Spielen — ein „Ritterschlag“ für jeden Sportler. Und der große Traum von Christoph Soukup. Doch der Olympia-Sechste von Peking 2008 ist Anfang Juli statt am Bike nur vor dem Fernseher dabei. Sein eigener Körper machte Österreichs bestem Mountainbiker einen Strich durch die Rechnung.

Der Leidensweg begann in Südafrika: Bei einem Testrennen im Cascade Park vor dem Weltcupauftakt in Pietermaritzburg kam Soukup zu Sturz, zog sich einen Kahnbeinbruch zu. „Durch diese Verletzung Anfang März habe ich so gut wie keine Qualifikationswettkämpfe fahren können“, schildert Soukup, „somit waren die Chancen auf eine neute Olympia-Qualifikation schon sehr gering.“ Freilich ging die Pechsträhne weiter: „Zwei Infekte sind noch dazu gekommen, das Ticket für London rückte in noch weitere Ferne.“

Wieder nicht im Ziel: Letzte  Chance auf Olympia dahin

Zwei B-Limits (Top 20) hätte Soukup gebraucht — bei nur zwei Chancen. In Nove Mesto musste der Triestingtaler das Handtuch werfen: „Ich war einfach noch zu geschwächt, um das Rennen zu Ende zu fahren.“

Gestern, Sonntag: Das Rennen der letzten Chance im französischen Le Bresse. Einen Platz unter den Top 15 (A-Limit) hätte Soukup gebraucht. „Das wird schwer zu erreichen sein“, hatte der Hernsteiner schon im Vorfeld befürchtet. Und so kam es auch. Der 31-Jährige musste auf der selektiven Strecke vorzeitig aufgeben. Olympia ist damit endgültig dahin.

Schwere Stunden für den Hernsteiner, die sich allerdings abgezeichnet haben: „2008 ist in Richtung Olympia alles nach Plan verlaufen“, erinnert sich Soukup, „dieses Mal konnte ich vor allem durch meine Verletzung kaum in die Qualifikation eingreifen.“

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