Erstellt am 18. Mai 2015, 09:03

von Alexander Wastl

Monschein nach Altach? Die Bundesliga lockt. Ausnahmestürmer Christoph Monschein durfte vergangene Woche beim SCR Altach Bundesliga-Luft schnuppern. Ex-Profi und Coach Goran Djuricin kennt die Tücken.

Aufgezeigt. Christoph Monschein hat mit seinen Toren das Interesse von Bundesligist Altach geweckt. Foto: Wallner  |  NOEN, Wolfgang Wallner
Bis ins Ländle sprachen sich die Leistungen von Ebreichsdorfs Christoph Monschein durch. Bundesligist SCR Altach lud den Stürmer von vergangenen Montag bis Mittwoch zum Probetraining ein.

„Sprung in die Bundesliga ist ein großer“

Trainer Goran Djuricin und der Vorstand genehmigten die „Testfahrt“. „Keine Selbstverständlichkeit in unserer Situation“, so Djuricin. Doch wer, wenn nicht Djuricin, selbst Vater des Nationalspielers Marco und Ex-Profi, könnte besser über die Reize des Profidaseins Bescheid wissen.

Der Ebreichsdorf-Coach kennt aber auch die Tücken. Mit 22 Jahren wäre Monschein ein „Quereinsteiger“ im Profigeschäft. „Der Sprung in die Bundesliga ist ein großer und er müsste auf vieles verzichten.“

In erster Linie auf Freunde und Familie, die für Monschein laut Djuricin „sehr wichtig“ sind. Schließlich ist es kein Katzensprung nach Vorarlberg.

Djuricin sieht Chance mit hohem Risiko 

Außerdem soll Monschein ein gutes Jobangebot in Aussicht haben – und ist nebenbei der Star in Ebreichsdorf. „Er liebt die Mannschaft und die Mannschaft liebt ihn“, ortet Djuricin eine große Bindung Monscheins zum Verein. Monschein selbst zeigt sich schwer professionell: „Momentan denke ich nur an die Meisterschaft mit Ebreichsdorf und erst danach werde ich mir überlegen, ob ich den Schritt wage.“

Djuricin hätte bei einem Bundesliga-Engagement Monscheins doch etwas Bauchweh. „Es kann funktionieren, aber was ist, wenn Christoph nicht zum Zug kommt?“, fragt sich Djuricin, „dann kommt er nach einem Jahr ohne Spielpraxis zurück, vielleicht mit geknicktem Selbstvertrauen.“ Grundsätzlich würde der Coach es seinem Schützling aber natürlich gönnen: „Wäre er 18, würde ich sofort sagen: Pack deine Sachen und versuche es.“