Bad Vöslau schenkt Spitzenspiel her. In Leoben führten die Thermalstädter in Durchgang eins. In Halbzeit zwei drehten die Steirer die Begegnung.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 27. September 2020 (08:11)
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In der Sporthalle Donawitz waren noch keine sechs Minuten gespielt, als es den ersten Schockmoment der Partie gab. Leoben-Tormann Pazemeckas erlitt eine offene Wunde am Schienbein, musste am Landesklinikum Leoben genäht werden. Der Schreck steckte danach beiden Teams etwas in den Knochen. Die beiden Mannschaften mit der weißen Weste lieferten sich ein relativ zerfahrenes Spiel. Die Bad Vöslauer hatten aber leichte Vorteile, weil Keeper Martin Dubovecak einmal mehr über sich hinaus wuchs. Die Gäste führten nach den ersten 30 Minuten deshalb auch mit 13:10.

Leoben mit Zwischenspurt

Die Leobener kamen aber besser aus der Kabine und verwandelten den drei Tore-Rückstand gleich in einen zwei Tore-Vorsprung (16:14). Es sollte schlussendlich auch die Entscheidung in der Partie sein, weil Leoben weiter Druck machte und zwischenzeitlich auf fünf Tore davon zog. Vor allem Topscorer Marek Kovacech war in dieser Phase von den Vöslauern nicht zu halten, erzielte insgesamt zehn Treffer. Doch die Thermalstädter kämpften sich zurück ins Match, verkürzten sechs Minuten vor dem Ende auf 25:26. In der Schlussphase behielt Leoben aber die Nerven, mit zwei guten Anspielen an den Kreis klärten die Mannen von Ex-Teamspieler Vytas Ziura die Fronten endgültig - 31:28 siegen die Leoben, feiern den vierten Erfolg im vierten Spiel, während Bad Vöslau die erste Niederlage in dieser Saison erlitt.

Stimme zum Spiel

Bad Vöslaus Co-Trainer Max Holly: "Zusammenfassend haben wir zu viele technische Fehler gemacht. Leoben war abgebrühter. Wir haben uns den Sieg selbst genommen. Das müssen wir in Zukunft wieder besser machen, dann bin ich überzeugt auch diese Spiele gewinnen zu können. Grundsätzlich sind wir mit dem Saisonstart zufrieden, nicht jedoch mit dem heutigen Abend."