Baden schockt auch Kapfenberg. Badens Bundesliga-Herren gelingt der nächste Überraschungscoup. Nach dem Sieg gegen Linz setzten sich die Kurstädter auch gegen Kapfenberg durch.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 07. Februar 2021 (20:40)
Badens Tischtenniscracks - Amirreza Abbasi, Narayan Kapolnek, Trainer Andreas Meixner und Patrik Juhasz - freuten sich über den Erfolg über Kapfenberg.
Badener AC

Das Jahr 2021 begann für Baden mit einer faustdicken Überraschung: Der BAC erteilte Linz einen schlimmen Rückschlag im Kampf um das Final Four. Der Klassenerhalt ist seitdem wohl sicher. Zu groß ist der Vorsprung auf Schlusslicht Innsbruck, das in dieser Saison noch gar nicht reüssieren konnte. Baden kann sich also darauf konzentrieren, dem ein oder anderen Großen im Saisonverlauf das Bein zu stellen. Nach einem Dämpfer gegen Oberwart und einer zu erwartenden Schlappe gegen Wels sorgte Baden nun für das nächste Ausrufezeichen, besiegte den Tabellenzweiten Kapfenberg mit 4:1.

Taktische Meisterleistung

Möglich wurde die Überraschung, da der BAC taktisch einiges riskierte, Patrick Juhasz als Nummer drei aufstellte, dafür die nominelle Nummer drei Narayan Kapolnek auf Position zwei "opferte". Damit das Risiko aufging, musste erst einmal Amirreza Abbasi vorlegen. Der Iraner lieferte, zwang Simon Pfeffer mit 3:1-Sätzen in die Knie. Danach schlug sich Kapolnek gegen Kapfenberg-Routinier Christoph Simoner wacker, unterlag schlussendlich erwartungsgemäß mit 1:3.

Doppel behält Nerven

Nun war Juhasz gefordert, musste gegen David Vorcnik den zweiten Badener Sieg anschreiben. Keine einfache Aufgabe. Immerhin drang Vorcnik beim Austria Top 12 bis in die Vorschlussrunde vor. Gegen den Ungarn hatte Vorcnik aber keine Chance. Juhasz siegte mit 3:1. Die Rutsche für den nächsten Badener Überraschungssieg war damit gelegt. Das Doppel konnte mit einem Sieg schon mal ein Unentschieden sicher stellen. Abbasi/Juhasz fuhren in einer umkämpften Partie gegen Simoner/Vorcnik einen 3:2-Sieg ein - es war der Schlüsselsieg am Weg zum Badener Triumph, weil danach Abbasi gegen Simoner keine Schwierigkeiten hatte, mit 3:0 den BAC-Sieg endgültig einsackte. 

Während sich Baden dadurch vorübergehend an Oberwart vorbeischiebt - die Südburgenländer haben zwei Matches weniger absolviert - jetzt Siebenter ist, gerät Kapfenberg im Kampf um das Final Four wieder ordentlich unter Druck, ist nach Verlustpunkten nur mehr Vierter.