Badens Damen schrammen an Europacup-Finalrunde vorbei. Als Österreichischer Mannschaftsmeister vertraten die Damen des SK Baden die heimischen Farben im Europacup. Den Einzug in die Finalrunde verpassten die Kurstädterinnen.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 28. Dezember 2020 (07:09)
Denise Trippold machten sich im Europacup mit der internationalen Spitze. In Zeiten von Corona am Computer statt am realen Schachbrett.
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Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. So fand der Schach-Europacup Ende Dezember diesmal online statt. Erstmals war bei den Damen der Schachklub Baden dabei. Die Damen holten im Frühjahr ja den Meistertitel, der ihnen zum Zeitpunkt des Abbruchs  ohnehin nur mehr theoretisch zu nehmen war. Der Einzug in die Finalrunde war im internationalen Geschäft das ausgegebene Ziel. Diesen verpassten die Kustädterinnen schlussendlich knapp.

Starker Start und ausgeglichene Bilanz

Dennoch gab es einige Lichtblicke. Nach einer sehr guten ersten Runde standen die Badenerinnen auf Platz eins ihrer Vorrundengruppe. Gegen den späteren Gruppensieger Wolgograd unterlagen Denise Trippold und Co. knapp. Gegen den Gruppenzweiten aus Aserbaidschan erreichten die Badenerinnen ein Remis. Allerdings kosteten diese Resultate viel Kraft für den weiteren Turnierverlauf. Die Leistungskurve zeigte nach unten und die Österreicherinnen rutschten auf den fünften Gruppenplatz - Finale ade. Die Bilanz war schlussendlich ausgeglichen drei Siegen und zwei Unentschieden standen drei Niederlagen gegenüber.

Badenerinnen gehen auf den Titel los

Die Erfahrungen aus dem Europacup wollen die Kurstädterinnen in die heimischen Bundesliga. Denn während vor einem Jahr noch niemand mit dem Europacup gerechnet hätte - so heißt es in der Aussendung des Vereins - ist 2021 der Einzug in das internationale Geschäft das ausgegebene Ziel, auch weil der Europacup nächstes Jahr in Österreich gespielt werden soll. Der Auftakt für die Damen-Bundesliga ist für Mitte Jänner geplant, sofern es die Pandemie zulässt. Bis dorthin will der amtierende Meister sich auch verstärken.