Doch kein Europacup für die Traiskirchner Grasshoppers. Grasshoppers nehmen Abstand von internationalem Einsatz. Gründe sind Terminkomplikationen. Grunddurchgang in heißer Phase.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 23. Juni 2021 (02:27)
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Tobias Kiefer war gegen die Wanderers am Wurfhügel einmal mehr eine echte Macht.
: Eugen Werner, : Eugen Werner

Während der brütenden Sommerhitze sind die Top-Plätze im heimischen Baseball heiß umkämpft, vor allem in der nominell stärkeren Ost-Division. „Wir können Erster werden, aber auch noch Vierter“, meint Grasshoppers-Obmann Peter Feichtinger. Am Wochenende zeigten seine Traiskirchner gegen die Vienna Wanderers mal wieder zwei Gesichter. „Tobias Kiefer war als Pitcher überragend“, musste Feichtinger nicht lange überlegen, wen er zum Mann des Spiels kürt.

Auf den 9:3-Erfolg zwei Tage später Ernüchterung. Brett Ludeman kam als Werfer nie in den Rhythmus. Entscheidend war aber, dass die Wiener Ludeman-Ablöse Georgii Hvrytashvili „in einen Inning zerstört haben“ (O-Ton Feichtinger). Die Wanderers siegten mit 17:9, bleiben damit in Schlagdistanz zum Tabellenzweiten Traiskirchen. Dazwischen lauern noch die Wiener Neustädter Diving Ducks, die die vermeintlich einfachste Restauslosung aller Teams haben. Erster sind die Vienna Metrostars, die aber deutlich weniger Spiele absolviert haben, als die Konkurrenz. Mit Siegen können die Metrostars davonziehen, mit Patzern aber auch weit zurückrutschen.

Für Traiskirchen stehen am Samstag ohnehin entscheidende Spiele an: Es geht gegen Attnang-Puchheim. Die Athletics werden neben Dornbirn als einziges Team aus dem Westen in die Play-offs einziehen. Im Osten ist das Spitzen-Quartett durch. Zwei Siege gegen Attnang würde die Ausgangslage der Hoppers für eine möglichst gute Play-off-Setzung deutlich verbessern. Im Österreicher-Pitching-Spiel sind die Hoppers Favorit. Das Import-Pitching-Match ist wohl eine ausgeglichene Angelegenheit.

Der Fokus gilt ab sofort wieder zu einhundert Prozent der Liga, denn am Europacup wird Traiskirchen im August trotz Einladung nicht teilnehmen. Die Finanzierung wäre gesichert gewesen. „Unsere Leistungsträger müssen sich aber unmittelbar danach auch schon zwei Wochen für die Europameisterschaft freinehmen. So ist das im Amateursport. Deswegen haben wir davon Abstand genommen“, erzählt Feichtinger: „Jetzt wollen wir uns als eines von zwei Teams für den nächstjährigen Europacup qualifizieren.“