Historischer Nervenkrimi für die Grasshoppers. Grasshoppers Traiskirchen gewannen im Viertelfinale nach Verlängerung: Sieg für Geschichtsbücher.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 23. September 2020 (02:23)
Faust drauf. Die Grasshoppers rund um Philipp Brenner (l.) und Philipp Eckel schafften mit dem Einzug ins Halbfinale einen neuen Meilenstein in der Vereinsgeschichte.
Zottl

Traiskirchen wirft die Vienna Wanderers aus dem Bewerb und das nach einem epischen Spielverlauf. Das erste Spiel der Viertelfinal-Serie war eine klare Angelegenheit für die Hoppers (13:0), das zweite eine klare Angelegenheit für die Wiener (4:11). Und im alles entscheidenden dritten Spiel machte Traiskirchen-Obmann Peter Feichtinger dann „mehrere Nahtod-Erfahrungen durch. Es ist brutal hin und her gegangen.“

Nach dreifacher Verlängerung standen die Traiskirchner als Sieger fest, 11:10 stand nach zwölf Innings auf der Anzeigetafel. Die Endphase hatte dann eine besondere Dramaturgie: Vater des Erfolgs war nämlich Ex-Wanderer Tobias Werner, der als Werfer die Offense der Wiener unter Kontrolle behielt und den entscheiden Homerun über den Zaun schlug. In der 30-jährigen Vereinsgeschichte ist es der größte Erfolg.

„Wir werden nicht hinfahren, um irgendwelche Vorarlberger Essensspezialitäten zu genießen.“ Hoppers-Obmann Peter Feichtinger über das Halbfinale.

Nun geht es im Halbfinale zum amtierenden Staatsmeister Dornbirn. Zu Hause haben die Hoppers im Grunddurchgang zweimal gewonnen. „Seitdem haben sie zwei kanadische Imports dazu bekommen, sind sicher stärker einzuschätzen als damals, aber wir werden nicht hinfahren, um irgendwelche Vorarlberger Essensspezialitäten zu genießen.“ Die Anreise findet am Freitag mit Kleinbussen – mit coronagerechten Belegung – und Privat-PKWs statt. Am Sonntag geht es retour in die Heimat. Die ersten zwei Spiele der Serie steigen am Samstag. Eine entscheidende dritte Partie wäre am Sonntag fällig.