Nationalteam schafft historischen "Klassenerhalt". Österreich blieb erstmals in Geschichte im europäischen A-Pool – die Hoppers Philipp Eckel und Tobias Kiefer halfen mit.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 17. September 2019 (01:35)
Thomas Schönenborn
Philipp Eckel schaffte mit Team Austria den Klassenerhalt.

Bei der Europameisterschaft in Bonn (Deutschland) schaffte Österreich erstmals den Klassenerhalt im A-Pool, also in der europäischen Königsklasse. Nach Platz fünf in der Gruppe holte die rot-weiß-rote Equipe Siege gegen Großbritannien (6:1) und Kroatien (10:0) hatte damit den Klassenerhalt sicher, am Ende wurde es mit einer Niederlage gegen Großbritannien der zehnte Platz unter zwölf Teilnehmern.

Mittendrin im Erfolgsteam waren die beiden Traiskirchner Philipp Eckel und Tobias Kiefer. Dabei sind sich beide einig, dass noch mehr möglich gewesen wäre: „Ich würde lügen, wenn ich sage, dass wir unser bestes Baseball gespielt habe“, kommentiert Eckel. Vor allem die erste Niederlage gegen Belgien (3:6) lag im Magen, weil unnötig: mit einem Sieg wäre Österreich nämlich sogar ins Viertelfinale gekommen. Sei‘s drum: das Gesamtresümee fällt jedenfalls positiv aus: „Wir sind als absoluter ‚Underdog‘ ins Turnier gegangen. Ich denke, es hat absolut niemand damit gerechnet, dass wir in zwei Jahren wieder bei der A-Pool-EM dabei sein werden“, unterstreicht Kiefer.

„Wir sind als absoluter ‚Underdog‘ ins Turnier gegangen. Ich denke, es hat absolut niemand damit gerechnet, dass wir in zwei Jahren wieder bei der A-Pool-EM dabei sein werden“

Österreich hat sich also im Baseball-Geschäft einen Namen gemacht und das ist auch den Hoppers zu verdanken. So lieferte Kiefer im ersten Spiel gegen Großbritannien eine Top-Leistung als Werfer ab. „Sie sind offensiv ein starkes Team und, dass ich nur einen Run gegen sie zugelassen habe und phasenweise dominiert habe, ist unglaublich. Das muss noch bisschen sickern.“ Für Eckel war die Spanien-Partie das Highlight: „Das hat mir gezeigt, dass ich auch gegen gutes Pitching viel Schaden anrichten kann.“ Nachdem Team Austria bewies, dass man „kein Würstel-Gegner“ ist (O-Ton Eckel) soll in zwei Jahren der Viertelfinal-Einzug folgen. Kiefer ist überzeugt: „Wir sind wahrscheinlich unsere größten Gegner, um den nächsten Schritt zu machen.“ Stehen sich die Österreicher nicht selbst im Weg, war Bonn woll erst das erste Kapitel einer Erfolgsgeschichte...