Florian Duck: „Der Weg ist der richtige“. Neo-Lions-Kapitän Florian Duck sprach mit der NÖN über seine neue Rolle, den Umbruch im Kader, die jungen Wilden im Löwenrudel und die Ziele für eine schwierige Saison.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 10. September 2019 (02:46)
Branko
Hier kommt der Kapitän. Florian Duck wird ab nun als Captain in den Lions Dome einlufen. Der Alphalöwe übernimmt das Rudel von Benedikt Güttl, der zu den Gmunden Swans wechselte. Die Situation ist keine leichte: Nach einem Kaderumbruch sind die Lions noch in der Findungsphase.

NÖN: Als „Ur-Traiskirchner“ neuer Lions-Kapitän zu werden, wie fühlt sich das an?

Florian Duck: Ich bin froh, diese Rolle für meinen Stammverein einnehmen zu dürfen und werde dieser best möglich versuchen nachzukommen.

Sie folgen Benedikt Güttl nach – was schauen Sie sich von ihm ab, was werden sie anders machen?

Duck: Was ich mir abschaue, ist unser Aufwärmprogramm. Das werden wir so beibehalten. Etwas geändert hat sich die Rolle, da wir die letzten Jahre eine sehr erfahrene Mannschaft hatten, jetzt aber sehr jung und weniger erfahren sind. Nun gilt es also den Jungen unter die Arme zu greifen und auch die Mannschaft beisammen zu halten, wenn schwierigere Momente kommen.

„...ich denke somit auch zu den Erfolgen der letzten Jahre beigetragen.“ Florian Duck über den Beitrag der Bankspieler in der kleinen Rotation der letzten Jahre.

Die Lions haben einen Kaderumbruch hinter sich, ist in der Mannschaft in den ersten Wochen schon etwas wie ein Teamgeist entstanden?

Duck: Ja, wir mussten einen Aderlass hinnehmen. Die neuen Spieler haben sich aber bereits gut eingefunden und harmonieren zu diesem frühen Zeitpunkt bereits ganz gut. Wir werden aber sicher noch Zeit brauchen, um dort hinzukommen, wo wir auch hin wollen.

Die Lions setzen jetzt in erster Linie auf die Jugend: Was können Sie gerade den Teenagern im Team mitgeben?

Duck: Der Weg ist zum aktuellen Zeitpunkt sicher der richtige. Wichtig wird sein, dass sie darauf vertrauten, was wir täglich machen – hart arbeiten, viel laufen und hart verteidigen. Mit dieser Einstellung wird jeder zu seiner Rolle finden und nur so können wir heuer bestehen.

Bestehen ist ein gutes Stichwort. In der Vergangenheit hatte man oft den Eindruck, die Lions bestehen nur aus den „Top Four“ – Danek, Güttl, Rados und Ray. Wie seid ihr Bankspieler mit dieser Wahrnehmung umgegangen?

Duck: Am Ende des Tages zählt der Sieg. Uns war klar, welches Bild nach außen hin sichtbar ist, jedoch ist es tatsächlich ein anderes. Die Bankspieler arbeiten genauso hart am Training und ohne diese wäre es weder möglich zu trainieren noch zu spielen. Auch beim Spiel waren wir da und bereit, wenn wir gebraucht wurden. Wir haben uns auf das konzentriert, was wir beeinflussen können und ich denke somit auch zu den Erfolgen der letzten Jahre beigetragen.

Danek, Güttl und Rados sind weg, dafür ist der Kader wohl breiter geworden. Worin sehen Sie da Vor-, beziehungsweise Nachteile?

Duck: Wie gesagt: Ja, wir mussten einen Aderlass hinnehmen und diese Spieler sind sicher nur schwer zu ersetzen. Wir sind jung und unerfahren. Wir können jedoch frei aufspielen und können versuchen unsere Schwächen zu Tugenden zu machen. Wir werden rotieren und das Tempo konstant hochhalten. Ewas, das schwierig mit der kleinen Rotation war.

Mit den jungen Spielern, wie Paul Isbetcherian, kommt jedenfalls mehr Geschwindigkeit in das Spiel der Ihrer Mannschaft. Ist der neue Stil bei Ihnen schon verinnerlicht?

Duck: Unser Spiel wird schnell sein, daran arbeiten wir täglich und wir finden täglich besser zu unserem neuen Stil.

In zweieinhalb Wochen beginnt die Superliga-Saison. Welche Ziele stecken Sie sich?

Duck: Als persönliche Ziele setze ich möglichst viel Siege zu erreichen und nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben – also die Play-offs zu erreichen.

Wenn die Play-offs das Ziel sind, wie weit geht es dort für die Traiskirchen Lions in dieser Saison?

Duck: Um abzuschätzen wie weit es für uns gehen kann, ist es noch etwas früh, jedoch denke ich, dass mit der nötigen Disziplin die Play-offs durchaus möglich sind.