Für Schuecker gibt es nichts zu beschönigen. Traiskirchen-Center Maximilian Schuecker weiß, dass die Lions-Saison verkorkst ist. Nun gilt es Verlierer-Mentalität abzulegen.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 03. März 2021 (01:22)
Gut gebrüllt Löwe. Max Schuecker (r.) und die Lions wollen im Abstiegskampf keine leisen Töne anschlagen.
Malcolm Zottl

Bruch des kleinen Fingers, ein Schlag auf die linke Halsschlagader und ein Bruch der großen Zehe: Die Saison war für Center Maximilian Schuecker nicht einfach: „Ich war noch nie so viel verletzt, da war es schwierig in den Rhythmus zu kommen, vor allem das mit der Halsschlagader war hart. Da bin ich von einem Arzt zum anderen gelaufen. Das hat auch noch recht lange danach weh getan“, plaudert der 2,06 Meter-Mann über seine Verletzungshistorie.

Schwer war die Saison nicht nur für Schuecker – der zwischenzeitlich immer wieder gute Partien ablieferte – sondern auch für seine Lions. Drei Siege aus 20 Liga-Spielen sind viel zu wenig, das weiß auch der 23-Jährige: „Es war logisch, dass der Anfang mit der völlig neuen Mannschaft schwierig wird. Aber das soll keine Ausrede sein. Wir hätten besser als Einheiten auftreten sollen und müssen. Das ist uns aufgrund verschiedener Versäumnisse nicht gelungen. Da gibt es nichts zu beschönigen.“ Dafür, dass die Löwen gerade in engen Spielen immer wieder das Nachsehen hatten, findet Schuecker klare Worte: „Wir hatten die Mentalität einer Verlierer-Mannschaft. Das kann man schon so sagen.“

Die Play-off-Teilnahme ist dahin, nun geht es darum, gegen die Timberwolves den Klassenerhalt sicher zu machen – nicht auf Eventualitäten eines Fürstenfelder Finaleinzugs und einer weiteren Relegationsrunde angewiesen zu sein. Bei den Timberwolves spielte Schuecker einst in Liga zwei, kennt aus dieser Zeit den Verein und Spieler. „Für uns ist die Ausgangslage anders, als gegen BC Vienna die mit Golubovic einen ehemaligen EuroLeague-Spieler haben. Die Timberwolves sind eine Mannschaft mit vielen jungen Spielern, aber sehr, sehr unangenehm“, beschreibt Schuecker.

In den beiden Duellen in der Qualirunde geht es darum, sich das Heimrecht für die Relegationsrunde Eins (Best-of-Five) zu erspielen. Das erste Match wäre am Samstag angestanden. Als Schuecker und Co. schon in der Halle waren, trudelte die Corona-bedingte Absage ein. Damit werden am Samstag 21 Tage zwischen den letzten beiden Lions-Spielen liegen – nicht gut für den ohnehin schon nicht optimalen Rhythmus.