Lions hoffen trotz Liga-Entscheid auf Aufstockung. Basketball-Liga beschloss Saison ohne Aufsteiger und Absteiger zu beenden. Traiskirchen Lions regt dennoch einen Ligabetrieb mit zwölf Mannschaften an.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 24. März 2020 (19:28)
Die Traiskirchen Lions (Aleks Andjelkovic in weiß) würden es in der nächsten Saison gerne mit elf anstatt wie bisher mit neun Konkurrenten zu tun bekommen.
Branko

Dass die Basketball-Saison nach der Coronakrise nicht mehr weiter geht, steht schon seit einer guten Woche fest. Nun gaben die Ligaverantwortlichen bekannt, wie die Liga mit der Auf-/Abstiegsfrage umgeht. Die Ligazusammensetzung in den zwei höchsten Spielklassen soll unverändert bleiben, also keine sportlichen Aufsteiger und keine Absteiger. „Uns fehlt jegliche sportliche Grundlage für die Erstellung einer Endtabelle. Im Sinne der sportlichen Fairness sehen wir daher keine andere Möglichkeit, als jegliche sportliche Entscheidung für diese Spielzeit auszusetzen“, erklärt Tomas Kanovsky, Geschäftsführer der Basketball Superliga GmbH.

Nemeth wünscht sich mehr Teams

Damit sind die Traiskirchen Lions als Neunter des Superliga-Grunddurchgangs auch wieder Mitglied der höchsten Spielklasse. Damit kann Obmann Ernst Nemeth eigentlich gut leben. Dennoch hofft das Vereinsoberhaupt, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist und die Liga aufgestockt wird. „Die Zweitligisten Fürstenfeld und Dornbirn hegen angeblich Ambitionen. Wenn sie das wirtschaftlich hinbekommen, warum sollen sie nicht mitspielen dürfen?“, fragt sich Nemeth: „Warum sollen sie für die aktuelle Situation bestraft werden?“

Ligateilung wäre wohl einfacher

Eine Zwölfer-Liga wäre auch leichter in eine Platzierungsrunde und in eine Qualifikationsrunde zu teilen. Die Qualifikationsrunde (Platz sieben bis zehn nach dem Grunddurchgang) war heuer bei ihrer ersten Austragung wenig attraktiv. Zwischen den Matches hatten die Mannschaften zwei Wochen Pause. Mit zwölf Teams könnten beide Gruppe mit sechs Teams gespielt werden.

Kommt Lizenzierung light?

Das Lizenzierungsverfahren ist ohnehin noch ausständig. Angesichts der schweren wirtschaftlichen Lage, kann sich Liga-Präsident Gerhard Martens Zugeständnis vorstellen und wirft eine Adaptierung der aktuellen Durchführungsbestimmungen in den Raum: „Die wirtschaftliche Situation des Basketballs, die sich durch permanente Unterförderung des Verbandes historisch entwickelt hat, wird sich nicht verbessern – weder für den Verband, noch für die Liga oder die Klubs. Nach eingehender Analyse wird der Lizenzausschuss deshalb womöglich an der einen oder anderen Schraube drehen, ohne dabei aber die Qualität und Professionalität der Ligen zu gefährden.“