Lions: Play-offs auch rechnerisch nicht mehr möglich. Die Traiskirchen Lions mussten sich in einer umkämpften und trefferarmen Begegnung BC Vienna geschlagen geben. Damit bauen Vienna und Graz, das zeitgleich gegen die Timberwolves gewann, den Vorsprung auf zehn Punkte aus. Vier Runden vor dem Ende der Qualirunde ist damit auch die rechnerische Play-off-Chance der Lions dahin.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 14. Februar 2021 (09:35)

BC GGMT Vienna präsentierte sich zuletzt stark. Zudem hatte die Truppe von Coach Zoran Kostic mit einem Sieg die Möglichkeit, den Play-off-Platz zu fixieren. Die Arkadia Traiskrichen Lions waren sich ihrer Außenseiterrolle bewusst und wollten in der Partie vor allem defensiv Akzente setzen. Das gelang den Löwen zu Beginn an, zwischenzeitlich stand eine 9:6-Führung auf dem Scorebord, ehe die Ladehemmung in der Offensive eintrat und die Wiener ihrerseits zu treffen begannen. Mit 16:9 ging es in die erste Viertelpause. Im zweiten Abschnitt fanden die Lions offensiv besser ins Spiel, während die Defense Vienna das Leben wieder schwer machte. Vor allem Liga-Topscorer Richaud Pack wurde gut in Schach gehalten, sodass BC Vienna zur Halbzeit nur hauchdünn mit 27:25 voran lag. 

Bis ins Schlussviertel in Schlagdistanz

Eng blieb es auch im dritten Viertel. Zwar zeigte Pack nun, warum er so brandgefährlich ist – der US-Legionär scorte aus allen Lagen und verbuchte allein in diesem Abschnitt 16 Punkte. Aber die Lions ließen sich nicht abschütteln und kamen vor allem unter dem Korb immer wieder zu Punkten. Bei 47:46 für Wien war vor dem Schlussabschnitt somit noch alles offen. Dort übernahmen die Löwen sogar kurzfristig die Führung, bevor offensiv plötzlich für einige Minuten gar nichts mehr gelang. Die Gäste nutzten die Schwächephase aus und erarbeiten sich wieder einen knappen Vorsprung, den sie dann routiniert bis Ende des Viertels verwalteten und so einen 66:61-Sieg einfuhren.

Stimmen zum Spiel

Markus Pinezich, Head Coach Traiskirchen: „Wir haben über weite Phasen des Spiels das Defensiv-Konzept diszipliniert umgesetzt. Leider haben wir uns aber offensiv speziell in der zweiten Halbzeit nicht an die Vorgaben gehalten. Wien hat sich so einen Vorsprung erarbeitet und den mit Qualität und smarter Spielweise sicher nachhause gespielt.“

Lukas Kamber, Spieler Traiskirchen: „Wir haben 40 Minuten gekämpft und alles gegeben. Vor allem in der Defense haben wir umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Die Gegner sind nur schwer zu Punkten gekommen. Am Ende hat die Kraft gefehlt und wir haben zu viele Fehler gemacht. Das hat uns das Spiel gekostet. Dennoch bin ich stolz auf die Mannschaft und eine gute Leistung von uns.“

Mustafa Zadeh, Spieler BC Vienna: „Erstes Viertel war. Zweites, drittes Viertel haben wir schlecht reingefunden, nicht gut verteidigt und nicht die einfachen Plays gespielt. Im letzten Viertel haben wir dann einigermaßen unsere Systeme gespielt und auch gewonnen.“

Paul Radakovics, Spieler BC Vienna: „Harter Arbeitstag heute, der Sieg hat uns alles abverlangt. Am Ende doch etwas glücklich gewonnen, aber wir nehmen auch den glücklichen Sieg.“

Beste Scorer: Koljanin 16, Kamber und Spaleta je 10 bzw. Pack 27, Golubovic 16, Siriscevic 10.