Lions scheitern im Cup-Achtelfinale

Traiskirchen Lions führten bei den Oberwart Gunners lange Zeit. Im letzten Viertel ging der Josipovic-Truppe der Saft aus.

Erstellt am 24. Oktober 2021 | 08:59
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Foto: Malcolm Zottl

Beim Superliga-Auftakt kassierte Traiskirchen gegen Oberwart noch eine schallende Ohrfeige (63:91). Zwei Wochen später brachten die Lions den amtierenden Cupsieger im Pokal-Achtelfinale an den Rande einer Niederlage. Traiskirchen erwischte in der Oberwarter Sporthalle den besseren Start. Defensiv machten die Gäste die Gunners-Chancen zunichte. Offensiv funktionierte fast alles. Nach einem Dreier von Thiomir Vranjes führten die Löwen bereits mit 18:6. 5:46 Minuten waren da gerade einmal gespielt.

Oberwart kommt nicht heran

Diesen Vorsprung verteidigte Traiskirchen bis zur ersten Viertelpause (12:24), hatte zwischenzeitlich sogar einen 14 Punkte-Vorsprung. Gunners-Coach Horst Leitner versuchte seine Mannschaft wachzurütteln, vorerst vergebens. Die Lions verwalteten ihre Führung, bauten diese sogar leicht aus, nach einem Treffer von Captain Oscar Schmit stand es 16:33. Ein 8:0-Lauf der Oberwarter brachte die Hausherren wieder in Schlagdistanz. Taveion Hollingsworth und Co. blieben cool, hielten das Match danach wieder offen und gingen mit +12 (32:44) in die große Pause.

Traiskirchen leistet Gegenwehr

Die Burgenländer hatten im zweiten Viertel ihren Angriff angedeutet, bliesen im dritten Durchgang erneut zur Aufholjagd. Doch Traiskirchen hielt erneut dagegen. Die Führung der Gäste blieb einigermaßen konstant, auch wenn Oberwart zwischenzeitlich auf fünf Punkte heran kam, waren es nach 28 Minuten wieder elf Zähler Vorsprung für Traiskirchen. Eine Serie der Oberwarter stellte zur letzten Viertelpause das 56:61 her. Damit war für Spannung vor dem Schlussabschnitt gesorgt.

Oberwart nicht mehr zu stoppen

Die Gunners hatten sich nun endgültig warm geworfen, glichen nach zwei Minuten zum 63:63 aus, gingen wenig später zum allerersten Mal in der Partie in Führung (66:63). Nur noch ein einziges Mal schafften es die Lions für einen Gleichstand zu sorgen (72:72). Die letzten Minuten gehörten ganz klar den Hausherren, die sich ein Herzschlagfinale ersparten. Zwischenzeitlich lag der Titelverteidiger angeführt von Topscorer Renato Poljak (21 Punkte) sogar schon zweistellig voran. Traiskirchens Hollingsworth sorgte mit seinen Punkten 17 und 18 für den 77:85-Endstand.

Stimmen zum Spiel

Lions-Trainer Nenad Josipovic: "Ich denke, dass wir uns für die richtige Klatsche im ersten Spiel gegen Oberwart rehabilitiert haben. Die Jungs haben einen guten Job gemacht, offensiv wie defensive - in beide Richtungen, aber es hat nicht für 40 Minuten gereicht. Oberwart hat 36 Punkte von der Bank gemacht, wir zehn. Da sieht man wie breit und stark der Kader von Oberwart ist. Ich wünsche ihnen alles Gute für den weiteren Verlauf im Cup. Sie können ihren Titel im Cup verteidigen, sind aber auch in der Meisterschaft einer der Favoriten. Was mich aber stört: Oberwart macht auf unsere junge Mannschaft im letzten Viertel einen Riesendruck und begeht bis zur letzten Minute nur ein Foul. Das sind zwei Sachen, die für mich nicht zusammenpassen."

Lions-Obmann Ernst Nemeth: "Es hat leider nicht ganz gereicht, weil wir in der Crunchtime nicht mehr als Team agiert und schlecht verteidigt haben. Unterm Strich bin ich aber nicht unzufrieden, natürlich wäre mir die Sensation lieber gewesen, aber wir haben in der ersten Hälfte fast perfekt verteidigt und richtig gut getroffen."

Gunners-Trainer Horst Leitner: "Gratulation an meine Mannschaft. Sie findet Wege Spiele zu gewinnen. Wir hatten eine schlechte erste Halbzeit, sind mit einer sehr guten Einstellung in die zweite gegangen und haben verdient gewonnen.“

Gunners-Center Ioannis Chatzinikolas: „Wir haben gewusst, dass es ein harte Cup-Spiel werden wird. Wir haben den Gegner in der ersten Halbzeit nicht ernst genommen, weil wir vor zwei Wochen locker gewonnen hatten. Im Endeffekt sind wir mit dem Resultat zufrieden, mit der Leistung aber nicht.“