Lucic muss Traiskirchen verlassen. Traiskirchen Lions trennen sich von Coach Vladimir Lucic. Finanzielle Gründe ausschlaggebend. Nachfolger bereits im Visier.

Von Christopher Käferle. Erstellt am 18. Mai 2015 (09:01)
NOEN, Pictorial/Michael Filippovits
Der Serbe Vladimir Lucic übernahm Ende Jänner 2014 von Christoph Pinezich den Trainerposten bei den Arkadia Traiskirchen Lions, mit Ende der Saison 2014/15 muss er gehen. Foto: Pictorial/Michael Filippovits
Die Arkadia Traiskirchen Lions und Coach Vladimir Lucic gehen ab sofort getrennte Wege. „Der Verein hat sich dazu entschieden, den auslaufenden Vertrag mit dem Serben nicht zu verlängern“, berichtet Lions-Manager Helmut Niederhofer.

Als Grund für das Ende der Zusammenarbeit führt Niederhofer „finanzielle Überlegungen“ an. Im Hinblick auf die kommende Saison sei ein Verbleib von Lucic budgetär nicht möglich. Vor allem die „exorbitant hohen Lohnnebenkosten“ bei einer Schlüsselkraft seien hier ausschlaggebend gewesen.

Sportlich sei für Niederhofer eine Zusammenarbeit durchaus denkbar gewesen: „Wir waren mit seiner Leistung immer zufrieden. Er hat uns nach vier Jahren wieder in die Play-Offs geführt. Hierzu darf man ihm gratulieren. Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.“

In zwei Wochen soll Nachfolger feststehen

Bereits in zwei Wochen wolle Niederhofer den Nachfolger von Vladimir Lucic präsentieren. „Augenblicklich führe ich viele Gespräche. Der Kreis der Kandidaten ist schon ziemlich eng“, lässt sich der Manager aber nicht in die Karten blicken.

Mögliche Szenarien um die Nachfolge gebe es genug: Wie schon in den letzten Jahren dürfte auch diesmal wieder der Name Mike Coffin fallen. Der gebürtige US-Amerikaner und langjährige Spieler in Kapfenberg gewann als Trainer mit B-Ligist Mattersburg in den letzten vier Jahren dreimal den Titel.

Eine interessante Option wäre etwa der letztjährige bulgarische Nationalteam-Trainer Georgi Mladenov. Er sei bereits während der Play-Off-Serie gegen BC Vienna zu zwei Spielen in Traiskirchen gewesen, heißt es aus dem Umfeld des Vereins. Zusätzlich zu seinem Engagement in Bulgarien betreut Mladenov augenblicklich Rimini.

Als wohl kostengünstigste Lösung käme eine Bestellung aus den eigenen Reihen: Ex-Internationaler Aco Djuric - im vergangenen Jahr Trainer der Landesligamannschaft in Traiskirchen - könnte übernehmen. Die notwendige Lizenz hierzu hätte Franz Zderadicka, der auch bislang Lucic assistierte.


Hintergrund:

  • Der Serbe Vladimir Lucic übernahm Ende Jänner 2014 von Christoph Pinezich den Trainerposten bei den Arkadia Traiskirchen Lions.

  • In der restlichen Saison 2013/14 wendete er mit Traiskirchen - dank eines außergewöhnlichen Finishs - das Abstiegs-Play-Off ab.

  • In der Spielzeit 2014/15 führte Lucic Traiskirchen erstmals seit vier Jahren wieder in die Play-Offs. Dort unterlagen die Lions im Viertelfinale dem topgesetzten Team BC Vienna erst im entscheidenden 5. Spiel.

  • Insgesamt stand Lucic 50 ABL-Spiele lang an der Seitenlinie. 24 Siege standen 26 Niederlagen gegenüber.