Sensationell! Der Kopf ist bereit. Traiskirchen hatte gegen Gmudnen einige Zwischentiefs zu verdauen. Die Löwen bissen durch und nun sind Tabellenführer.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 30. Oktober 2018 (05:24)
Branko
Benedikt Danek war von den Swans nicht zu stoppen, krallte sich mit seinen Lions Platz eins.

„Sensationell“, sprach Traiskirchens Sportmanager Stefan Höllerl und meinte damit den Auftritt seiner Lions gegen Tabellenführer Gmunden. Sensationell die mentale Reife der Traiskirchner in der Frühphase der Saison. Traiskirchen hatte eigentlich schon den Siegessekt geöffnet, da schmiss Center Tilo Klette aus acht Metern einen Dreier in den Korb. Der deutsche Routinier erzwang damit eine Verlängerung bei 70:70.

Unbeirrt in das fünfte Viertel

In der Overtime waren es aber die Traiskirchner, die noch einmal einen Gang nach oben schalten konnten. Das fünfte Viertel ging mit 13:9 an die Löwen, die auch nach fünf Spielen ungeschlagen sind und damit Gmunden vom Thron des Tabellenführers stoßen. „Das hat mich eigentlich am meisten beeindruckt, wenn der Center dir in der letzten Sekunde einen Dreier macht, ist das psychologisch ganz schwierig. Das dann trotzdem zu gewinnen, zeugt vom Charakter und der Nervenstärke der Mannschaft“, ist Manager Höllerl begeistert.

Immerhin machten die Traiskirchner mit dem 40-jährigen Klette schon in der Vorsaison schlechte Erfahrungen, der Deutsche war beim 0:3 in der Halbfinalserie einer der prägenden Figuren im Spiel der Oberösterreicher. Von einer Revanche für das letztjährige Saison-Aus will Höllerl derweil aber noch nichts wissen: „Eine Revanche ist es, wenn wir sie dann in einer Halbfinal- oder Final-Serie schlagen. Das war jetzt einmal ein Spiel im Grunddurchgang“, bremst Höllerl, der den Sieg gegen Gmunden aber auch nicht kleiner reden möchte, als er ist: „Wir sind sicher nicht als Favorit in die Partie gegangen. Die meisten sind der Meinung, dass Gmunden das stärkste Team in der Liga ist und das sind sie auch, aber wir haben sie gebogen und uns das verdient.“

Flyers Wels als nächste Prüfung

Nach den Oberösterreichern kommen nun Oberösterreicher. Flyers Wels ist noch nicht ganz konstant, nach einem klaren Sieg gegen Meister Kapfenberg folgte eine Niederlage gegen Graz. „Von der Kaderqualität gehören sie sicher zu den besten vier in Österreich, auswärts ist das ein ähnlicher Brocken, wie jetzt Gmunden“, meint Höllerl.