Traiskirchner Lions gehen unverändert in die Druckphase. Mit Coach Markus Pinezich und Dani Koljanin geht es in die nächste Meisterschaftsphase. Steigerung ist unerlässlich.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 02. Dezember 2020 (02:11)
Dani Koljanin (l.) wird weiter bei den Lions dribbeln, zumindest bis Jahresende.
Branko

Der Druck steigt im Traiskirchner Kochtopf, doch zum Überlaufen kam er in der Länderspielpause noch nicht. Coach Markus Pinezich und das Trainerteam bleiben. „Ich habe meinen Unmut aber sehr wohl mitgeteilt“, was hätte Lions-Obmann Ernst Nemeth angesichts sieben Liga-Niederlagen in Serie auch sonst machen sollen?

Es braucht nun eine Reaktion. Binnen sieben Tagen stehen gegen Kapfenberg, Oberwart und Wels drei Heimspiele am Plan. „Zu Hause waren wir meistens nicht so weit weg“, hofft Nemeth, dass der erste Ligasieg der Saison endlich gelingt. Am besten bereits am heutigen Mittwoch (19 Uhr) gegen Kapfenberg. Der Serienmeister sucht nach einer wochenlangen Coronapause noch nach der Form, verlor beim Comeback am Wochenende gegen Graz mit 62:65.

„Zu hundert Prozent. Das würde unser Überleben sichern.“ Ernst Nemeth hofft auf Ersatz der finanziellen Ausfälle durch Coronahilfen.

Bei den Lions wird Routinier Shawn Ray wohl zum ersten Einsatz in dieser Spielzeit kommen. „10,15 Minuten, denke ich“, hofft Nemeth, dass der 40-jährige US-Boy zumindest wieder ein kleiner Faktor im Löwen-Spiel sein kann. Einen größeren Einfluss auf das Traiskirchner Spiel soll Dani Koljanin haben. Der Kroate war eigentlich als Ray-Ersatzmann eingeplant. Der Vertrag wurde nun aber bis Jahresende verlängert, Koljanin war bisher wohl der stärkste Löwe. Weiter verzichten muss Traiskirchen auf Guard Filip Kukic. Ein Fragezeichen steht hinter Georg Gentner. Bleibt zu hoffen, dass die Corona-Tests am Dienstag (nach Redaktionsschluss) alle negativ ausfielen.

Während die Personalsorgen langsam weniger werden, haben die Lions weiterhin mit finanziellen Turbulenzen zu kämpfen. 50.000 bis 60.000 Euro verlieren die Traiskirchner aufgrund der Coronabestimmungen und den Geisterspielen bis Jahresende, schätzt Nemeth: „Da fallen Abos, Patronanzen und teilweise Sponsorengelder auch rein.“ Die Gebühren an die Liga wurden gestundet. Die entgangenen Einnahmen sollen aber durch das Corona-Hilfspakete abgefedert werden, wenn der Einnahmenentfall glaubhaft gemacht werden kann: „Und das zu hundert Prozent. Das würde unser Überleben sichern“, kommentiert Nemeth.